Autor:  Hinzugefügt am 18.08.2004, zuletzt aktualisiert am 23.12.2017

Far Cry: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Far Cry - Screenshot
Far Cry - Screenshot

Eigentlich ist es zum Heulen. Als Far-Cry-Fans wurden wir anfangs noch belächelt und später ausgelacht. Patches wurden verschoben. Wir haben den Aussagen Ubisofts und Cryteks blind vertraut. Heute bekommen wir nur noch den Spruch zu hören: „Far Cry ist schon längst tot!“ Doch das neue SDK zu Far Cry macht uns Mut.


Wie konnte es nur so weit kommen? Eines der Highlights des Spielejahres 2004 und Hoffnungsträger der deutschen Spieleindustrie fiel schnell und tief. An den Fans lag es jedenfalls nicht. Es standen doch einige vielversprechende Mods in den Startlöchern. Sie warteten nur noch auf den Support seitens des Herstellers. Doch wider Erwarten geschah nichts. Lange mussten die Spieler warten. Immer wieder wurde der heiß ersehnte Patch 1.2 verschoben. Vom SDK ganz zu schweigen. In der Zwischenzeit traten einige Mod-Entwickler in den Streik und legten die Arbeit nieder. Es gingen Petitionen online und der Fan verkam zum Bittsteller. Wir ahnten nicht, was sich hinter den Kulissen abspielte.

Patch 1.2 für Far Cry währt nur kurz

Dann endlich war es soweit. Der lang ersehnte Patch 1.2 erschien. Doch der Funke der Hoffnung verglühte so schnell, wie er entfacht wurde. Denn nur einen Tag nach der Veröffentlichung wurde der Patch von Ubisoft zurückgezogen. Laut Publisher waren Probleme mit bestimmten Hardwarekomponenten der Grund dafür.

Böse Zungen behaupten allerdings Ubisoft wolle den Ruf Cryteks schädigen. Auslöser war der am selben Tag bekannt gegebene Wechsel des Entwicklerstudios zur Konkurrenz von Electronic Arts. Bis heute – einen Monat später – ist die Zukunft des Patch 1.2 ungewiss. Die Hersteller schweigen dazu.

Fans ziehen Konsequenzen

Einige Mod-Entwickler und Fansite-Betreiber zogen bereits ihre Konsequenzen aus der Misere. Sie stellten die Arbeit endgültig ein und schlossen ihre Seiten.

Wie man es besser macht, beweist id Software mit Doom 3. Dessen SDK wurde nur eine Woche nach dem Ego-Shooter veröffentlicht.

SDK macht Hoffnung

Doch mittlerweile keimt wieder Hoffnung. Denn das SDK kam wie versprochen. Noch wichtiger: Es blieb und wurde nicht gleich wieder aus dem Netz genommen. Inzwischen kehrten auch einige Fans wieder an ihre Arbeit zurück.

Wenn die Mods jetzt schnell genug kommen und Ubisoft sich eine akzeptable Lösung für das Patch-Problem überlegt, und endlich den „Dedicated Linux-Server“ bringt, könnte sich zumindest für einen Teil der Community alles zum Guten wenden. Denn einen Teil der Fans hat Far Cry schon verloren. Sie wenden sich anderen Highlights wie Doom 3 oder Half-Life 2 zu.

Hoffen wir also das Beste für die Zukunft und wünschen anderen hoffnungsvollen Spielen ein besseres Schicksal.

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