Need for Speed: Underground 2
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Need for Speed: Underground 2 entpuppt sich im Test als Dauerbrenner

Need for Speed: Underground 2
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Rennsportfreunde aufgepasst: Es ist wieder so weit. Ein neuer Teil der Need-for-Speed-Reihe bahnt sich seinen Weg durch die Regale dieser Welt. Wir haben uns Underground 2 im Test angesehen. Ist es die Lagerhaltungskosten wert? In jedem Fall wird es am heimischen PC zum Dauerbrenner. Schon unsere Vorschau zum Rennspiel frohlockte.


Need For Speed Underground 2 soll erneut die Verhältnisse auf amerikanischen Straßen in unsere Wohnzimmer bringen. Gegen Abend ist diese immer voller getunter Autos. Der Fahrer warten nur darauf, sich gegenseitig in illegalen Straßenrennen zur Schau zu stellen. Underground 2 ist eine Fortsetzung des ersten Teils, dem Namen nach zumindest. NFSU2 ist weder bloß Evolution noch wirklich Revolution geworden. Der typische NFS-Fan wird schnell Parallelen zum Vorgänger finden, dennoch ist NFSU2 nicht das gleiche Spiel wie Underground, das nun knapp 1 Jahr auf dem Buckel hat.

Der Unfall

Untypisch für Rennspiel ist die Geschichte im Hintergrund. NFSU2 knüpft diesbezüglich an seinen Vorgänger an, leitet mit dem Ende von NFSU ein. Vor 6 Monaten hat es bei einem der Rennen einen großen Unfall gegeben. Jetzt, ein halbes Jahr nach dem letzten Rennen, möchte man von vorn anfangen. Die erste Dienstfahrt beginnt am Flughafen, an dem man in ein schon etwas getuntes Auto einsteigt und zu seinem ersten Ziel fahren muss, seiner Garage. Der Weg dorthin wird für ein kurzes Gameplay-Tutorial genutzt. Man wird unter anderem mit dem neuen SMS-System vertraut gemacht. Es funktioniert wie im wirklichen Leben, man erhält Kurzmitteilungen und kann sie lesen, wann man möchte. Zumeist enthalten diese Spieletipps oder Benachrichtigungen über Freischaltungen.

Das Gameplay

Anders als in der Vorgänger-Version ist Tunen und Rennenfahren nicht mehr über das Menü wählbar – es ist realistischer und wesentlich unterhaltsamer geworden. Durch seine lange Zwangspause betritt man faktisch wieder Neuland in der Szene. Ziel ist es jetzt weniger, irgendwelchen verärgerten Möchtegern-Rowdies zu zeigen, dass sie nicht mehr alleine den Asphalt beherrschen, als vielmehr sich in der Straßen-Szene einen Namen zu machen. Die Rennen liegen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße, man muss sie nur finden, wobei einem die eingebaute Karte samt GPS-System sehr zu Gute kommt.

Nach einigen Rennen und vielen bereits freigeschalteten Teilen, melden sich die ersten Sponsoren an. Diese braucht man dringend, denn am Geld wird es immer als erstes mangeln. Man kann jetzt bis zu 5 Autos besitzen, jedoch müssen die Plätze dafür in den Garagen erst freigespielt werden. Die Rennwagen werden vom Sponsor bezahlt – in der Serienausstattung. Die Tuningteile gibt es nicht dazu. Das hat natürlich den Vorteil, dass nicht jedes Auto gleich aussieht und es realistischer wird, weil man Tuningteile an spezielle Autos anpassen kann, allerdings hat man dadurch ein Problem, das dem aus Underground entgegen gesetzt ist: Man leidet unter chronischem Geldmangel.

Auch neu und nicht ganz unerheblich für das Gameplay ist die Regen-Engine. Wenn man Regen in den Grafikeinstellungen eingestellt hat, kommt es von Zeit zu Zeit vor, dass es regnet. Die Kamera wird dabei nicht verschont, und der Wagen leidet unter Aquaplaning.

Einziger Kritikpunkt meinerseits sei hier erwähnt, dass es bereits wie in NFSU kein Schadensmodell gibt; jedoch ist das eine potenzielle Sorge weniger, um die man sich kümmern muss und auf jeden Fall besser, als eine sehr billige Lösung im Stile von Need For Speed Hot Pursuit 2.

Tuning

Um seine Karosse zu tunen, muss man die einzelnen Läden besuchen – vorausgesetzt man findet sie. Sie sind nicht von Anfang an in der Karte eingezeichnet. Das Finden der meisten Läden ist indes nicht sehr schwer. Am Eingang an der Straße sind die Läden in ihrer Farbe beleuchtet, grün z. B. ist der Karosserie-Shop, in dem es u. a. Stoßstangen gibt.

Gemein ist jedoch, dass man erst alle Tuningteile zur Verfügung hat, wenn man alle Läden gefunden hat, denn in einem neuen Stadtteil befinden sich neue Läden, die mit neuer Ware für sich werben. Es gibt vielerlei Maßnahmen, die man ergreifen kann, um sein Auto zu tunen. Es kann die Optik und die Leistung getunt werden. Unter die Optik fallen Äußerlichkeiten, wie z. B. Spoiler, Stoßstangen, Autoglasfolien, Radkappen, HiFi-Anlage und Motorhauben, bei der Leistung kann man dann entsprechend beispielsweise den Turbo, den Antrieb, die Bremsen, die Reifen, den Nitro, das Fahrwerk und das Gewicht optimieren.

Einen der am meisten kritisierten Punkte in NFSU hat EA jetzt prunkvoll verbessert: Der Nitro ist nicht mehr leer, wenn er leer ist, sondern füllt sich äquivalent zu den früheren Stylepunkten, die man z. B. durchWindschatten bekam, wieder auf.

Spielmodi

Untergrundrennen wären ziemlich langweilig, gäbe es nur das Modell, von A nach B zu rasen. In Need For Speed Underground 2 gibt es ganze 6 verschiedene Renntypen:

Sprint: Das klassische von A nach B fahren, Rundkurs: Ein Rennen in Runden aufgeteilt, Drift: Enge Straßen, bei denen man möglichst elegant in die Kurven schlittern muss,Drag: Rekordgeschwindigkeiten erzielen durch geschicktes Schalten; es geht nur geradeaus,Street X: Normale Autorennen auf engen Drift-Strecken, URL-Rennen (Underground Race League): Die legalen Rennen, sie werden auf Formel 1-Strecken ausgetragen.

Multiplayer

Leider kam ich nicht in den Genuss, ihn zu testen, aber auf jeden Fall ist positiverweise ein weiterer Kritikpunkt ausgemerzt worden: Es ist jetzt der Multiplayer sowohl fürs Internet als auch fürs LAN vorgesehen.

Grafik

Die Grafik ist, alle Effekte aktiviert, sehr gut gelungen, aber auch sehr anspruchsvoll. Man kann in den Auflösungen wählen, die niedrigste ist dabei 640×480. Die Grafik lässt sich soweit reduzieren, dass selbst eine schwache GeForce 2 MX keine Probleme mit dem Rendern haben sollte, dabei macht die Grafik selbst bei so niedrigen Einstellungen noch ordentlich etwas her. Wer das Glück einer neueren, stärkeren Grafikkarte hat, der kann natürlich auch alle Effekte einschalten und genießt dabei eine nahezu perfekte Grafik, ohne dass sich die PC-Komponenten langweilen müssen.

Einzig die Straßenschattierungen sind bei Nvidia-Karten etwas unglücklich geworden, da sieht man dunkle Vierecke, jedoch sind diese Kästen bei ATI-Karten geglättet und außerdem sieht man von der Straße bei den eigentlichen Rennen nicht wirklich viel, darum sei dieses kleine Manko verziehen.

Sound

Auch die Geräuschkulisse ist gut gelungen. Die Autos klingen echt und ändern ihren Klang, wenn sie getunt werden. Die Hintergrundmusik finde ich etwas zu sehr an Hip-Hop angelehnt, was meiner Meinung nach nicht in die US-Rennsportszene passt.

Fazit

Ich bin begeistert von Need For Speed Underground 2. Meine Windows-XP-Installation ist von April, und dennoch hat es die NFSU2-Verknüpfung ins Startmenü zu den am häufigsten verwendeten Programmen geschafft.

Ein Muss für jeden Rennsport-Liebhaber und auf jeden Fall eine echte Bereicherung für jede „Need For Speed“-Sammlung!

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Wertung: 7.0
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