Autor:  Qiong Wu Hinzugefügt am 06.03.2009, zuletzt aktualisiert am 30.06.2018

Anspielen in Frankfurt: The Book of Unwritten Tales

The Book of Unwritten Tales - Screenshot
The Book of Unwritten Tales - Screenshot

The Book of Unwritten Tales in Frankfurt anspielen. Die Macher eines am heißesten erwarteten Adventures luden ein. Immer mehr zeichnet es sich unmissverständlich ab: The Book of Unwritten Tales wird der Adventurekracher des Jahres! In Frankfurt und München stellten die Vertreter von Peter Games der Presse erstmals eine Testversion vor, spielbar, vertont und fast fertig. Wir waren dabei.


Zumindest die ersten beiden Kapitel des Spiels konnten wir voll auskosten und bereits einen gehörigen Blick auf das kommende Highlight des Genres werfen. Schon auf der Games Convention konnten wir uns von der Liebe zum Detail, dem Witz und der umwerfenden Spielgrafik überzeugen.

Wie die Zeit vergeht

Nun ist das Spiel eine Menge Schritte weiter. Der Entwickler holte hochkarätige Sprecher für die Vertonung des Adventures an Bord, darunter den Sprecher von Käpt’n Blaubär. Dazu gesellt sich ein trefflicher und atmosphärischer Soundtrack. Er drückt The Book of Unwritten Tales bereits jetzt den Stempel auf.

Viel aufgetischt

In der Vorschauversion konnten wir uns zum ersten Mal selbst an das Erforschen der atemberaubend inszenierten Welt heranwagen. TBOUT enttäuschte uns nicht. Die Schattenwürfe, die Auflösung bis hin zu 1920 x 1200 Pixel, und die liebevoll animierten Charaktere bieten ein Spielerlebnis wie man es bei Adventures schon lange nicht mehr gesehen hat. Grafik, die man sonst nur aus anderen Genres gewöhnt ist, verleiht The Book of Unwritten Tales einen ausgezeichneten und besonderen Schliff.

Vier gewinnt

Auch wenn es um Protagonisten geht, trumpft Book of Unwritten Tales auf. Gleich vier davon schickt der Entwickler ins Rennen. Alle sind komplett steuerbar, teilweise abwechselnd, teilweise parallel. Dabei lassen sich gewisse Rätsel nur im Team (ähnlich wie in Gobliiins oder The Day oft the Tentacle) lösen. Andere wiederum bieten verschiedene Lösungsansätze, je nach gewähltem Charakter.

Gnom und Waldelfe

Die vier Hauptcharaktere unterscheiden sich dabei sehr stark voneinander: Da ist etwa Wilbur Wetterquarz, ein Gnom, der Magier werden möchte. Er repräsentiert den ungeschickten, kleinen Vertreter seiner Rasse, insgesamt ist er aber ein witziger, kleiner, liebenswürdiger Kerl. Dann gibt es noch Ivodora Eleonora Clarissa, eine adelige Waldelfe aus dem Silberwald. Sie ist ganz nach Elfenart ein bisschen arrogant und natürlich leicht bekleidet und sorgt mit ihrem trockenen Wortwitz ebenfalls für Schmunzeln.

Action-Held mit Zottelvieh

Sie kann nur verächtlich hinabschauen auf Nathaniel Bonnet, den klassischen Fantasy-Action-Hero aus dem Lehrbuch, seines Zeichens Abenteurer und ein ignoranter Mensch. Ihm an die Seite gestellt wird ein Weggefährte, das „Vieh“. Es ist ein zotteliges, unbeschreibliches Monster, das vor allem eines kann, fressen und unverständliches Zeug brabbeln.

Aller Anfang…

Am Einstiegspunkt in die wunderbare Fantasywelt wird dem Spieler Wilbur zur Seite gestellt. Der Gnom möchte gerne Zauberer werden und Abenteuer erleben – ein wahres Unikat. Wie immer bei Träumen und Wünschen, ist auch Wilbur von der Erfüllung noch weit entfernt und fristet sein Dasein stattdessen als Aushilfsjunge bei einem Zwergenclan.

Der Gremlin, der vom Himmel fiel

Als Wilbur sich gerade nach einem langem Arbeitstag nach Hause schleppen will passiert es: Das Abenteuer klopft an die Tür. Oder besser gesagt, es fällt vom Himmel. Ein grüner Gremlin kommt in einem Käfig von ganz hoch oben gefallen und gibt Wilbur einen Ring, ein mysteriöses Artefakt, das angeblich den Krieg entscheiden soll und unbedingt in die Menschenstadt gelangen muss. Kurz darauf wird der Gremlin von einer riesigen Klaue davongetragen und lässt den verdutzten Wilbur zurück. „Das glaubt mir doch keiner“ sind seine treffenden Worte. Fest entschlossen den Auftrag des Gremlins zu erfüllen, macht sich Wilbur unerschrocken auf den Weg – das Abenteuer beginnt…

Freude wie einst bei LeChuck

The Book of Unwritten Tales spielt sich wie ein altes LucasArts- oder Sierra-Adventure, mit vielen lustigen Gags und schrägen Vögeln, aber einer spannenden Handlung. Egal ob man gerade mit einer Mumie plaudert oder dem senilen Opa bei seinen Geschichten zuhört, der Spaß und die Freude am Entdecken kommen nicht zu kurz. Ganz nebenbei kann sich der Spieler an den wunderbaren Umgebungen und kleinen Effekten gar nicht sattsehen. Abgerundet wird das Ganze von Zoomeffekten und kleinen Animationseinlagen. So muss es sein!

Einstieg gelingt

Die Rätsel der ersten beiden Kapitel sind nicht allzu schwer und lassen keine Frustration aufkommen. The Book of Unwritten Tales bietet wie viele moderne Spiele im Genre einen Hilfsmodus der Hot Spots markiert. Der erfahrene Adventurespieler lässt sich indes von der spannenden Storyline und den interessanten Charakteren trotzdem leicht mitreißen.

Vorfreude

Insgesamt verspricht The Book of Unwritten Tales das ganz große Abenteuer zu werden und markiert meiner Meinung nach grafisch bereits in dieser gezeigten Vorschauversion den Höhepunkt des klassischen Point-and-Click-Adventures. Unterstützt von hochkarätigen Sprechern und einer guten Atmosphäre wird man um das kommende Spiel – das ist mal sicher – als Adventure-Liebhaber auf jeden Fall keinen Bogen machen können.

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