Autor:  Hinzugefügt am 29.01.2011, zuletzt aktualisiert am 29.06.2018

Der Kampf geht weiter: Sony nun auch gegen Graf_Chokolo und kmeaw

PlayStation 3 und Controller
PlayStation 3 und Controller

Sony gegen weitere Jailbreak-Hacker. Der Anbieter der PlayStation 3 erweitert den Kreis der Jailbreak-Hacker, gegen den er vorgeht. Ziel sind jetzt PS3-Hacker wie Graf_Chokolo und kmeaw.


Erst kürzlich erwirkte Sony vor einem Gericht in San Francisco eine einstweilige Verfügung gegen George Hotz. Vor diesem Hintergrund agiert Sony offenbar nun gegen weitere Beteiligte der Jailbreak-Szene.

Verstoß gegen DMCA

Der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) ist eine Sammlung von Gesetzen in den USA, die das digitale Urheberrecht betreffen. Sony zeigt nun mehreren Personen und Institutionen auf, dass sie Urheberrechtsverstöße begingen.

Sony schrieb unter anderem die Betreiber von GitHub an, dass Quellcode auf Ihrer Plattform gegen den DMCA verstoße. Auf GitHub teilen Programmierer den Quellcode von Projekten miteinander. Auch Mitglieder der Jailbreak-Szene gehörten dazu.

Graf_Chokolo betroffen

Davon betroffen ist zum Beispiel Graf_Chokolo. Sein GitHub-Repository wurde auf Druck von Sony gelöscht, wie er im XorLosers-Blog beschreibt. Falls aber jemand den Quellcode benötigt, sollte er ihn persönlich kontaktieren. Er würde die Daten dann im Netz hochladen.

Gleiches gilt für Kakaroto. Der Quellcode zu seinen Tools ist nun ebenfalls nicht mehr länger via GitHub verfügbar. Darüber informierte das Mitglied der Jailbreak-Szene auf Twitter. GitHub sitzt wie Sony Computer Entertainment America auch in Kalifornien. Möglich, dass der Elektronik-Konzern mit der Gesetzeskeule drohte.

Hacker kmeaw bekommt Post

Einige von Euch kennen vielleicht den Jailbreak-Hacker kmeaw. Von ihm stammt eine Custom Firmware für die PlayStation 3. Er erhielt ebenfalls „Post“, dass die Dateien auf GitHub nicht mehr länger zur Verfügung stehen.

Die Hacker reagieren aber allesamt sehr unaufgeregt. Besonders auf den Twitter-Accounts der Betroffenen erkennt man, dass sie nicht in Panik verfallen.

Einstweilige Verfügung gegen GeoHot

Sony Computer Entertainment America erwirkte zuletzt doch noch eine einstweilige Verfügung gegen George Hotz. GeoHot muss aufhören Dateien zu verbreiten. Er darf keine Hilfestellung mehr geben, beim Umgehen von Sicherheitsmechanismen der PlayStation 3. Außerdem muss er sein Equipment abtreten, das zur Erstellung und Verbreitung der Jailbreak-Tools genutzt wurde. Die Hardware bekommt Hotz nach dem Ausgang des Gerichtsverfahrens selbstverständlich zurück.

Update vom 29. Juni 2018: Die Links zu Twitter und dem XorLoser-Blog sind nicht mehr online verfügbar. Wir haben die Verweise deshalb entfernt.

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