Autor:  11.05.2012, letztes Update: 06.12.2021

PlayStation Vita – Nur 1,8 Millionen Geräte im letzten Fiskaljahr verkauft


Kazuo Hirai, der neue CEO von Sony, hat im Rahmen der Verkündung des Geschäftsberichts für das abgelaufene Fiskaljahr auch über die Verkaufszahlen der PS Vita gesprochen und Durchhalteparolen postuliert.

Uncharted: Drakes Schicksal ist, wie ich im Review festgehalten habe, auf den mobilen Plattformen bislang konkurrenzlos. Doch ein Spiel alleine reicht nicht aus, um die Spielergemeinde in seinen Bann zu ziehen. Es gibt daneben noch einige andere gute Games, aber eben nicht viele. Im Ergebnis ist auch deswegen im vergangenen Steuerjahr (es endete am 31. März 2012) die Zahl von 2 Millionen verkaufter PS Vita nicht erreicht worden.

Für das kommende Steuerjahr, das bis zum 31. März 2013 andauern wird, plant Sony den Verkauf von insgesamt 10 Millionen Einheiten. (Vgl. VGChartz, engl.) Kazuo Hirai soll auch gesagt haben, dass man an der Strategie für die Vita „festhalte“, er gab aber zu, dass vor allem die Software wichtig für eine Plattform sei, der Schlüssel zum Erfolg („the key to success“), und man entsprechend die Software und Angebote „stärken“ müsse.

Kommentar

Die Hardware der Vita ist gut, das sagen viele. Auch wir sind mit dem Gerät zufrieden, wenn da nicht die Probleme mit dem WLan wären. Denn ein zu schwacher Sender verhindert oftmals das wirkliche Mobilsein, selbst in den eigenen vier Wänden oder Büros. Da Sony die Plattform noch stärker auf Downloadgames ausrichtet, ist das ein Ärgernis, wenn man Dutzende Einwahlversuche benötigt, wo selbst ein HP-Drucker im gleichen Raum sich ohne Probleme mit dem WiFi-Netzwerk verbindet.

Erschreckend finde ich die Äußerungen des Sony-CEO, der von einem „guten Start“ spricht, dabei aber Dinge unter den Teppich kehrt. Wenn wir uns die Situation vor dem Release der Vita anschauen, gab es von Sony eine Menge Aussagen in Richtung Nintendo. Es hieß, man werde die Fehler der Konkurrenz nicht wiederholen, und für mehr Spiele sorgen. Denn schließlich sei die mangelnde Software beim 3DS Schuld gewesen, dass dieser anfangs nicht angenommen wurde.

Als dann der Start des Handheld in Japan in die Hose ging und sich immer noch nicht wieder erholt hat, sprach man vor der Veröffentlichung in Europa und Nordamerika zum zweiten Mal davon, dass es um die Software ging.

Nun wird zum dritten Mal die Software thematisiert und niemand soll aufgefallen sein, dass am Ende doch nur wieder die Fehler aus der Vergangenheit wiederholt wurden? Es ist zu hoffen, dass die Vita sich bald besser verkauft, weil auch noch etliche tolle Spiele für die Plattform veröffentlicht werden.

Geduld von Software-Entwicklern

Zuletzt hatte Independent-Entwickler Nicalis für Schlagzeilen gesorgt, weil man den Europa- und Noramerika-Release eines Games für WiiWare cancelte mit der Begründung die Veröffentlichung sei nicht wirtschaftlich. Das sagt viel über die Downloadplattform von Nintendo aus, die höchsten mit der Nintendo Wii U wieder an Schwung gewinnen könnte. Es geht aber an dieser Stelle um Sony.

Doch selbst als AAA-Entwickler kann man eine Plattform – in diesem Fall die PlayStation Vita – nicht auf ewig unterstützen, wenn selbst gute und beste Verkaufszahlen für Software unter dem Strich nur ein paar Hunderttausend Stück verkaufter Einheiten bedeuten. Die halbe Million hat bislang noch keines der Spiele erreichen können, wenn ich mich nicht irre. Renommierte Franchise wie FIFA Soccer (keine 200.000 Stück) oder Rayman Origins (nicht mal 150.000 Stück) zeigen, dass man derzeit nicht viel Geld machen kann mit der Plattform.

Für einen Entwickler wie Konami, der im letzten Jahr mit seinem Top-Franchise Pro Evolution Soccer weniger Erfolg hatte, scheint die PS Vita derzeit uninteressant für die Fußball-Simulation zu sein. PES 2013, das erste noch veröffentlicht werden wird, wurde bislang nicht für die Vita angekündigt, sehr wohl aber für die Vorgänger-Plattform PSP. Viele Indizien, die zeigen, dass bei der Vita noch Luft nach oben ist.

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