Autor:  Hinzugefügt am 22.02.2011, zuletzt aktualisiert am 03.03.2018

Jailbreak-Hacker George Hotz beendet erste Spendenrunde

George Hotz alias Geohot
George Hotz alias Geohot

Geohot hat genug Spenden. Keine 72 Stunden ist es her, da bat der Jailbreak-Hacker George Hotz aus New Jersey um Spenden. Er muss sich vor Gericht gegen Sony Computer Entertainment America behaupten. Offenbar kam in der kurzen Zeit bereits genug Geld zusammen, um den Kampf gegen den Hersteller der PlayStation 3 aufzunehmen.


Gegen Urheberrecht verstoßen

Sony Computer Entertainment America wirft dem Jugendlichen George Hotz vor gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben. Sein Jailbreak der PlayStation 3 sei ein Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Sony reichte bereits im vergangenen Jahr Klage ein.

Nun wurde es jedoch ernst und der Junge aus New Jersey bat um Spenden, damit er sich mit möglichst guten Verteidigern ausstatten könne. Falls ihm jemand nicht finanziell helfen konnte, freute sich Hotz darüber, wenn man die Aktion weitersagte.

Eigene Hardware manipuliert?

Hotz beharrt auf dem Standpunkt, nichts Unrechtes getan zu haben. Denn er habe lediglich seine eigene PlayStation 3 modifiziert. Geohot möchte mit seinem Eigentum anstellen können, was er möchte, solange dabei niemand zu Schaden kommt. Beispielsweise wollte Hotz ein alternatives Betriebssystem wie Linux auf der Konsole installieren. Es ist noch nicht allzu lange her, da gestattete Sony dies allen Nutzern. Das Unternehmen entfernte die Funktion jedoch.

Darüber wird nun vor dem Gericht in San Francisco demnächst gestritten. Den Vorsitz hat Richterin Susan Illston. Sony argumentiert indes ganz anders. Gerade mit der Verbreitung seiner Jailbreak-Software habe Hotz dem Unternehmen und dessen Urheberrecht geschadet.

Genügend Geld gesammelt

Den Spendenaufruf beendete Hotz jedenfalls. Er sammelte genügend Geld ein, um eine Reihe weiterer Anwälte um sich zu scharen. Der Hacker möchte, dass die Öffentlichkeit merkt, wie Sony seine Kunden behandelt. Sony weicht den eigentlichen Problemen aus und verklagt lieber seine Nutzer. Die Einträge in seinem Blog sprach der Jugendliche vorher mit seinen Anwälten ab.

Geohot optimistisch

Nun ist Geohot ein gebranntes Kind. Er musste sich vor Gericht schon gegen Apple behaupten. Damals verantwortete er den Jailbreak des iPhone. Diesen Kampf gewann Hotz. Seitdem ist die Manipulation des eigenen Handys in den USA nicht mehr illegal. Dazu wurde dem DMCA eine Novelle hinzugefügt.

Für Sony Computer Entertainment America ist die PlayStation 3 aber nicht vergleichbar mit einem Smartphone. Deshalb erwirkte das Unternehmen eine einstweilige Verfügung gegen den Hacker. Der händigte seine Datenträger an den Konzern aus. Mit der Vorgehensweise spaltete der Elektronik-Konzern die Gemüter.

Warum jetzt?

Sony muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum es im Fall der PlayStation 3 gegen die Hacker vorgeht. Denn Custom Firmwares gibt es seit einigen Jahren auf die PlayStation Portable. Doch in diesem Kontext wurde das Unternehmen nicht besonders aktiv. Offenbar befürchtet Sony weniger geldwerten Schaden.

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