Autor:  Hinzugefügt am 15.10.2014, zuletzt aktualisiert am 01.07.2022

Gamergate: Amoklauf-Drohung wegen Sarkeesian-Vortrag an Hochschule

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Aus dem Umfeld der Studenten der Utah State University soll eine Amoklauf-Drohung stammen, die einzig wegen eines Auftritts der Autorin und Bloggerin Anita Sarkeesian ausgesprochen wurde.

Die Utah State University (USU) plante ein Symposion mit der Autorin und Bloggerin Anita Sarkeesian, die zuletzt vor allem wegen ihrer Aufklärungsvideos von sexistischen Symbolen in Videospielen angefeindet wurde.

Vortrag von Sarkeesian abgesagt

Eigentlich wollte die Hochschule trotz der erhaltenen Drohung das Symposion abhalten. Die Autorin selbst entschied sich jedoch dazu, ihren Auftritt abzusagen, um Schaden abzuwenden.

Gesetz erlaubt Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit

In einem Tweet gibt Sarkessian jedoch der Polizei die Schuld am Abbruch der Veranstaltung, da diese sich nicht bereit erklärte, das Event auf das Mitführen (versteckter) Schusswaffen zu überprüfen. Die Hochschule hatte zuvor erklärt, dass man nach Rücksprache mit der lokalen Polizei und Behörden der Bundespolizei zu dem Ergebnis gekommen sei, dass der Auftritt von Sarkessian „sicher“ sei. Allerdings muss man die besondere Gesetzgebung in Utah berücksichtigen. Personen, die einen Waffenschein besitzen, dürfen in der Öffentlichkeit Waffen am Körper tragen. Man hätte den Attentäter womöglich nicht aus der Gruppe „normaler“, bewaffneter Besucher herausfiltern können.

„Sarkeesian was informed that, in accordance with the State of Utah law regarding the carrying of firearms, if a person has a valid concealed firearm permit and is carrying a weapon, they are permitted to have it at the venue“.
USU

Mitglieder der Hochschule hatten anonyme E-Mails erhalten, in denen jemand androhte einen Amoklauf auszuführen. Derjenige gab sich als Student der Hochschule aus und drohte das tödlichste Schul-Massaker in der amerikanischen Geschichte anzurichten. Feministinnen hätten sein Leben ruiniert, schrieb er, und er werde Rache üben, seinetwegen und wegen aller anderen Opfer von Feministinnen.

„(F)eminists have ruined my life and I will have my revenge, for my sake and the sake of all the others they’ve wronged.“
Anonym

Der anonyme Schreiber zählte außerdem auf, über welche Waffen er verfüge. In seinem Arsenal seien ein halb-automatisches Gewehr, mehrere Pistolen und eine Sammlung von Rohrbomben. Er drohte Zuschauern und Hochschulmitarbeitern Schaden zuzufügen.

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