Autor:  Markus Stahmann Hinzugefügt am 15.09.2011, zuletzt aktualisiert am 13.07.2018

FIFA-12-Demo im Hands-on: Stark in der Defensive

FIFA 12 - Screenshots
FIFA 12 - Screenshots

FIFA 12 PC-Demo angespielt. Die neue Champions-League-Saison steht vor der Tür. Pünktlich präsentiert EA Sports die Testversion seiner Fußballsimulation. Sie erlaubt einen ersten Blick, und den haben wir gewagt. Kann FIFA die Krone behalten, oder gibt es sie an PES ab? Gamer bekommen dieser Tage übrigens nicht nur eine Demo für Windows PC, sondern auch für die Xbox 360 und die PlayStation 3.


Jedes Jahr wieder diskutieren Fans die Frage nach der besten Fußballsimulation. Es gibt die zwei Fanlager, aber auch Spieler, die sich jedes Jahr neu inspirieren lassen. In diesem Jahr kann FIFA den Vorsprung ausbauen, den es im vergangenen Jahr gegenüber PES erarbeitet hat. Während Konami den Fokus auf die Spieleröffnung legt, ist bei EA Canada die Defensive in den Mittelpunkt gerückt.

Defensivspezialisten gefragt

„Meisterschaften werden in der Defensive gewonnen“. Dieses Motto haben sich die Entwickler von FIFA 12 auf die Fahnen geschrieben. Ihr bekommt viele neue Möglichkeiten in der Defensivarbeit Eures Teams spendiert. Eure Abwehrspieler schirmen die Gegner nun besser ab, vereiteln durch geschicktes Stellungsspiel gute Chancen oder stören den Angreifer durch leichtes Zupfen am Trikot, oder Körperduelle. Der Schiri pfeift ab, wenn es ihm zu viel wird.

Um Euch auf diese Defensivmöglichkeiten zu schulen, gibt es gleich zu Beginn ein kurzes Tutorial. Die Abläufe sehen gut aus. Das Abgrätschen klappt manchmal sogar, ohne dass der Verteidiger den Gegner foult.

Neue Engine für PC-Gamer

Diese Neuerungen rundet die Impact Engine ab. Sie lässt Zusammenstöße wie auch Fouls realistischer erscheinen. Die Spieler stürzen beispielsweise über Beine oder können nach fiesen Remplern auch mal liegen bleiben. Die Unparteiischen reagieren gut auf die Tacklings, lassen öfter mal Vorteil laufen. Gelbe Karten gibt es trotzdem manchmal, aber erst nachträglich.

FIFA 12 bietet Kombinationsfußball

Das neue FIFA 12 weiß aber nicht nur in der Defensive zu überzeugen. Die Mannschaften rücken gut zur Unterstützung auf, suchen und eröffnen Räume, sodass teils gute Torchancen und Kontermöglichkeiten entstehen. Über die Taktik könnt Ihr bestimmen, ob Euer Team schnellen Kombinationsfußball spielt, das Spiel eher langsam und solide mit Ballbesitz aufbaut oder sich ganz italienisch in der eigenen Hälfte verschanzt und auf Konterchancen lauert.

Die Spielzüge und -abläufe wirken realistisch. Positiv sind die kleinen Feinheiten am Spielfeldrand: Bleibt ein Spieler verletzt liegen, unterbricht der Schiedsrichter beispielsweise die Partie. Oder nach einer Auswechslung oder Behandlung geht es mit Schiedsrichter-Ball weiter. Dazu geben die Spieler Anweisungen oder heben den Arm bei vermeintlichen Abseitsstellungen.

Authentisch sind Einblendungen und Grafiken. Sie wirken wie im Fernsehen. Fangesänge und Emotionen wie Pfiffe, Jubelschreie und Gemurmel lassen Stadionstimmung entstehen. Anhand der Vereinsfarben erkennt Ihr die Fanlager und sogar einen Gästeblock. Ansagen vom Stadionsprecher runden den Gesamteindruck ab.

Fazit

Die Demo von FIFA 12 zeigt, dass Electronic Arts auf einem guten Weg ist und vieles richtig macht. Die neue Impact Engine sorgt für neue visuelle Eindrücke. Die neuen Defensivmöglichkeiten erweitern das Gameplay.

Zum jetzigen Zeitpunkt berücksichtigte die Demo einige Transfers noch nicht (Fabregas und Nasri spielen zum Beispiel noch bei Arsenal). Bis zur Veröffentlichung löst sich das vermutlich noch in Wohlgefallen auf. Oder aber EA liefert einen Patch nach. FIFA punktet bei der Präsentation und bietet besonders durch die Arena auch zwischen den Partien Spaß.

Es gibt aber auch Wünsche für die Zukunft. Denn die gegnerischen Spieler sollten beim Abdrängen manchmal etwas intelligenter agieren. Das Publikum könnte authentischer sein, Jubel-Szenen realistischer.

Absolut erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass EA Sports endlich wieder eine PC-Version liefert, die der Konsolenfassung in Nichts nachsteht. Das Urteil fälle ich, weil ich die Demo auch auf der Xbox 360 und der PlayStation 3 ausprobiert habe.

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