Autor:  Hinzugefügt am 06.12.2013, zuletzt aktualisiert am 11.05.2022

EU-Subventionen für Farmville-Kühe?

Lady Gaga in Farmville
Lady Gaga in Farmville

Betrüger aus Rumänien haben sich Agrarsubventionierungen der EU ergaunert und zwar mit virtuellen Kühen aus dem Browsergame Farmville. Was eigentlich als Hilfe für Bauern gedacht war, um konkurrenzfähig zu bleiben, wurde in diesem Fall an Farmville-„Bauern“ gezahlt. 120 Euro pro Rind, drei Jahre lang.

Die Europäische Union wollte mit den Agrarsubventionierungen realen Bauern helfen, sich auf dem Markt zu halten. Rumänischen Betrügern ist es aber gelungen, auf den entsprechenden Anträgen ihren Farmville-Bauernhof echt aussehen zu lassen, sodass die Spieler pro Kuh drei Jahre lang 120 Euro pro Tier erhielten – insgesamt 500.000 Euro.

Insgesamt wurden auf diese Weise acht Farmville-Bauernhöfe finanziell unterstützt, die in der Summe 1860 Tiere beheimaten. Die zuständigen Behörden in Rumänien beteuern, dass die Anträge glaubwürdig aussahen, sodass davon auszugehen gewesen sei, dass es sich um echte Bauernhöfe handelt. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollen sich die Antragssteller sogar ein paar echte Kühe besorgt haben, falls ein Tierarzt mal nach dem Rechten sehen wollte.

Wer denkt, das wäre bereits der Gipfel der Dreistigkeit, irrt. Der Betrug flog schließlich auf und die Zahlungen wurden eingestellt. Die Antragssteller waren damit aber unzufrieden und haben daraufhin die Regierung verklagt. Begründung: Es stünde nirgendwo in den Bestimmungen, dass die Tiere echt sein müssen.

Der Bericht von t3n geht zurück auf eine Meldung von Metro aus Großbritannien.

Update: Wie jetzt bekannt wurde, handelte es sich nicht um Farmville-Kühe, stattdessen nur virtuelle, auf dem Papier erzeugte, die es gar nicht gab. Die ursprüngliche Quelle der Nachrichten, eine Zeitung aus Rumänien namens slobozia, hatte ihren Artikel allerdings missverständlich überschrieben und das Wort Farmville in der Überschrift verwendet. Tatsächlich hat der Betrug nichts mit dem Browsergame zu tun, wenngleich er tatsächlich passierte.

Diskussion zum Artikel
06.12.2013 um 18:18 Uhr. Herby Lammer

Ho Ho Ho, liebe EU, wir stellen Dir die Rute ins Fenster.

06.12.2013 um 19:19 Uhr. Sajonara - Internetmagazin

Ja so geht das manchmal. Das wär mit unserer Bürokratie nicht so einfach gegangen. ^^

06.12.2013 um 19:19 Uhr. Herby Lammer

OH nein , drum heisst es EU, die Blindgänger sitzen überall !!!!

06.12.2013 um 20:20 Uhr. Herby Lammer

Unsere Bürokratie ? Die war es , die das zugelassen hat! Super!!!!!

06.12.2013 um 22:22 Uhr. Sajonara - Internetmagazin

Nja eben nicht. Weil das wurde ja vor Ort in Rumänien entschieden und dort geht es weit weniger bürokratisch zu. Wenn jemand das hier oder in Holland versucht hätte, wäre den Verantwortlichen aufgefallen, dass die „Dokumente“ gefälscht sind… jdf. wär das so die naive Vorstellung. ^^

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