Autor:  Hinzugefügt am 30.10.2006, zuletzt aktualisiert am 07.01.2018

Demo von Need for Speed: Carbon bleibt Einiges schuldig

Need for Speed: Carbon
Need for Speed: Carbon

Vorschau auf Need for Speed: Carbon. Es ist noch nicht einmal November. Trotzdem steht Weihnachten schon so gut wie vor der Tür. Woran wir das merken? Electronic Arts ist uns für diese Feststellung eine große Hilfe. Denn seit einigen Jahren schon ist es beim größten Publisher eine nette Tradition, dass pünktlich zum Weihnachtsgeschäft eine neue Variante von bekannten Spielen erscheinen. Need for Speed bildet keine Ausnahme. Dieses Jahr heißt der Ableger Carbon.


Theorie

Das Rennspiel Need For Speed: Carbon möchte 2006 gerne neue Wege gehen, aber Bewährtes nicht außen vor lassen. Im Gegenteil, ein verschollen geglaubter Renntyp wird wieder „neu erfunden“: das Driften. Der Aufhänger des Spiels unterscheidet sich. Ihr werdet im Rennen 1-gegen-1 mit einem Mitstreiter den Canyon herunterrasen, und zwar zweimal. Für besonders tolle Drifts gibt es sehr großzügig Bonuspunkte; Bei Need for Speed: Carbon könnt Ihr überlegen gewinnen, selbst wenn Ihr nicht besonders gut im Driften seid.

Einmal seid Ihr der Jäger und sammelt während der Abfahrt Punkte. Je näher Ihr am Gegner dran seid, desto mehr Punkte bekommt Ihr. Danach dreht sich der Spieß um. Ihr werdet zum Gejagten. Euer Widersacher sammelt natürlich auch Punkte, die dann mit den eigenen verrechnet werden. Erst wenn Ihr am Ende eine positive Punktzahl überbehaltet, habt Ihr ein Gebiet erobert.

Immer an der Planke

Das Interessante bei dem Rennen ist aber die Leitplanke. Denn die ist in den engen Kurven nicht „unkaputtbar“, wie es die Umgebung in der Need-For-Speed-Serie sonst immer war. Sondern Ihr könnt mit Eurem Boliden in den Abgrund fallen. Das Rennen ist dann an dieser Stelle vorbei und verloren.

Neben dem wieder eingeführten Drift-Rennen gibt es für Need For Speed: Carbon auch ein Team-Rennen. Darin können sich einige Fahrer zu einem Team zusammenschließen und sich dann gegenseitig helfen. Dies soll im Mehrspielermodus sinnvoll zum Einsatz kommen und entsprechende Rennen gegen andere spannender gestalten.

Erobert die Karte

Auf diese Art und Weise müsst Ihr drei große Stadtteile zu je sieben Zonen nach und nach erobern. Diese Arbeit versucht erneut die Polizei zu erschweren. Damit die Eroberung nicht so eintönig wirkt, könnt Ihr erneut Euer Auto optisch aufwerten. Das eigens entwickelte Autosculpt-System erlaubt eine stufenlose Veränderung von Teilen (z. B. die Stärke der Felgen).

Praxis

Am Freitag erschien die offizielle Demo zu Need For Speed: Carbon. Die hinterlässt einen unausgereiften Eindruck. Auf den Ladebildschirm folgt eine nette Animation. Und dann der Hinweis auf einen Fehler in Anwendung (nfsc_demo.exe). Die Probierversion kann mit Stabilität nicht punkten. Beim zweiten Versuch sind wir bis zum Ladebildschirm für ein Rennen gekommen, ehe ein ähnlicher Fehler auftrat. Aller guten Dinge sind drei. Dehalb gibt es noch einen Absturz, der sehr gut reproduzierbar ist, nämlich genau dann, wenn Ihr mit einem Auto alle drei in der Demo verfügbaren Rennen gemeistert habt.

Hübsche Nachtrennen

Die Grafik-Engine wurde gründlich optimiert. Sie bietet sehr schöne Nacht-Rennen, wie schon in den beiden Underground-Teilen. Für meine durchschnittliche Radeon X800 Pro stellt es kein Problem dar, die 1280x1024er Auflösung bei allen Details flüssig darzustellen. Das war in Need for Speed: Most Wanted nicht möglich.

Sehr schade ist, dass das Rennspiel wieder mal kein Schadensmodell bietet. Es gibt lediglich Lackschäden, die andeuten sollen, dass es während des Rennens Kollisionen gegeben hat. Das war im Vorgänger Need For Speed: Most Wanted schon so.

Ersteindruck

Eine Demo, die vor dem eigentlichen Vollprodukt veröffentlicht wird, soll bei der Kaufentscheidung helfen. Leider bleibt die Probierversion für Need for Speed: Carbon dies schuldig: Die Abstürze werfen ein schlechtes Licht auf das Spiel und es gibt zu wenig Interessantes entdecken. Eigentlich sollte es doch wieder eine Polizei geben, die als zusätzlicher Stressfaktor zu den Rennen dazukommt, doch davon ist in der Demo nichts zu sehen. Der Schwierigkeitsgrad lässt über weite Teile zu wünschen übrig: Selbst wenn man controllerbedingt rückwärts losfährt und erst im Spiel selber die Steuerung ändert, ist man ab der nächsten, spätestens übernächsten Kurve schon erster und bleibt das in der Regel bis zur Ziellinie.

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