Autor:  Dennis Etzold Hinzugefügt am 10.06.2005, zuletzt aktualisiert am 03.06.2018
Wertung: 7.0

Earth 216: Die Rückkehr des Imperiums

Earth 2160 - Screenshot
Earth 2160 - Screenshot

Earth 2160 im Test. Das Echtzeit-Strategiespiel macht schon auf den ersten Blick eine gute Figur. In der Verpackung ist ein blinkendes Licht untergebracht. Daneben findet Ihr ein dickes Handbuch und ein Poster mit Informationen zu den Kreaturen. Dazu gesellen sich dann noch eine CD und eine DVD. Kann aber das Spiel halten, was der Inhalt der Verpackung verspricht?


Wie alles began…

10 Jahre nach dem verheerenden Krieg zwischen der „Eurasian-Dynastie” (ED) und den „United Civilised States“ (UCS) ist die Erde nur noch ein Asteroidengürtel in der Nähe des Mars. Die Besiedlung des roten Planeten scheint der einzige Weg, die Menschheit vor dem Untergang zu retten.

Doch eine weitere Partei kam den beiden anderen zuvor. Die Lunar Corporation (LC) baute kurz nach der Vernichtung der Erde die ersten Marsbasen. Das Unternehmen schuf beim Ankommen der ersten Evakuierungsschiffe ein Netzwerk. Um Überleben zu können, versuchen nun die Truppen der ED Lebensraum zu erobern und Ressourcen zu sichern. Doch die LC hat da noch ein Wörtchen mit zu reden…

Das Herzstück: Einzelspieler

Mit den Kampagnen „ED“ und „LC“ gelang den Entwicklern ein umfangreicher Einzelspieler-Modus. Ergänzt werden beide durch die Kampagne „UCS“ und „Aliens“, die Ihr allerdings erst freischalten müsst. Kalkuliert rund 80 bis 100 Spielstunden ein, wenn Ihr vorhabt alle vier Kampagnen durchzuspielen.

Die „ED“-Kampagne ist mit einem Tutorial verknüpft. Entsprechend schlägt Euch das Spiel vor, damit zu beginnen. Alle vier Kampagnen-Namen orientieren sich an den Rassen im Spiel. Die Aliens gehören auch dazu.

Habt Ihr die umfangreichen Kampagnen erfolgreich absolviert, könnt Ihr mit den „Skirmish“-Karten weiterspielen. Darauf spielt Ihr gegen die KI. Euch stehen dabei die sogenannten virtuellen Agenten zur Seite. Diese übernehmen gerne eine bestimmte Aufgabe, um Euch zu entlasten. Ihr könnt im Einzelspieler-Modus bis zu drei von zwölf unterschiedlichen Agenten auswählen. Dazu zählen unter anderem Mediziner, Söldner oder Wissenschaftler. Sie wirken schlau, helfen ungemein und peppen das Spiel auf.

Starker Mehrspielermodus mit Macken

Earth 2160 bietet mit dem Mehrspieler-Modus ein großes Schmankerl. Es stehen vier Spielarten zur Wahl („Gebäude zerstören“, „Zerstöre die gegnerischen Helden“, „Friedfertiger Beginn“ und „Onkel Sam“) und 16 Karten. Ihr spielt wahlweise im lokalen Netzwerk, oder über das Internet (im sogenannten „EarthNet“).

Der „friedfertige Beginn“ gibt Euch 15 Minuten Vorlaufzeit, in Ruhe eine Basis aufzubauen. Aus eigener Erfahrung können wir jedoch sagen, dass dies zu wenig ist. Es wäre hilfreicher die „Peacetime“ (Friedenszeit) individuell einstellen zu können. Generell könnt Ihr nur wenig Voreinstellungen vornehmen. Das ist schade.

Wegen der vier Rassen mit ihren unterschiedlichen Einheiten gibt es sehr viele Taktiken im Spiel. Dank „Replays“ könnt Ihr Eure Spielsitzungen festhalten. Leider hatte Earth 2160 bei unseren Tests Verbindungsprobleme. Das Spiel stürzte sogar ab. Entwickler „Reality Pump“ gelobt Besserung.

Wunderschönes Earth

Earth 2160 bietet eine wunderschöne Spielgrafik. Die Effekte erinnern an „Act of War“, die Einheiten und Gebäude sind sehr detailliert. Zoomt Ihr allerdings sehr weit raus aus der Karte, so wirkt alles nur noch halb so schön.

„Reality Pump“ hat dem Spiel noch eine Physik-Engine spendiert. Ihr kennt diese vielleicht aus Ego-Shootern wie „Half-Life 2“. In jedem Fall könnt Ihr Euch in Earth 2160 die Umwelt zu Nutze machen. Setzt Gegenstände daraus gegen Gegner ein.

Ich bastle mir eine Karte

Die Entwickler legen dem Spiel einen umfangreichen Karteneditor bei, den „Earth Editor“. Dessen Benutzeroberfläche ist englischsprachig. Ihr könnt damit eigene Maps mit eigenen Texturen gestalten. Die könnt Ihr dann wahlweise im Skirmish- oder im Mehrspielermodus spielen.

Die Bedienung ist für einen Karteneditor relativ leicht. Trotzdem ist sie nur Standard. Ihr könnt mit wenigen Klicks der Map Texturen hinzufügen, die Höhen und Tiefen der Karte bestimmen und sie so einzigartig gestalten.

Was war, was wird

Zur Zeit setzt Entwickler „Reality Pump“ noch die alte „EarthNet“-Variante ein. Leider hat das geplante „Earth Net 2“ seinen Weg nicht in die Verkaufsversion geschafft. Das soll sich aber in einigen Wochen ändern.

Kurz vor der Veröffentlichung des Spiels gab es bereits das „Gold Upgrade“. Es behob kleinere Fehler und fügte zahlreiche neue Funktionen hinzu. Für einen besseren Spielfluss ist es leider nötig, das Update auf Version 1.1 zu installieren.

Fazit

Selbst als absoluter Earth-Neuling kann man begeistert sein. Earth 2160 bietet Strategie auf höchstem Niveau. Der Multiplayer könnte leider besser sein. Ihr könnt keine Voreinstellungen vornehmen. Nicht entscheiden, wer mit wem spielt. Wir hoffen deshalb auf „EarthNet 2“.

Doch die Kampagne und der Einzelspieler-Modus überzeugen mit Eleganz und Spielspaß. Die Musik zum Spiel ist Geschmacksache. Doch auf Dauer tut etwas mehr Abwechslung Not.

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