Undercover: Operation Wintersonne
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Undercover: Operation Wintersonne ist kürzer als gedacht

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Undercover: Operation Wintersonne im Test zeigt, dass das Adventure-Feuer noch nicht erloschen ist. Denn jedes Spielegenre scheint periodischen Schwankungen zu unterliegen. Mal häufen sich Echtzeit-Strategiespiele, mal sind es die Rollenspiele. In letzter Zeit häufen sich die Vertreter der Adventure-Abteilung. Die Masse davon sind Gurken wie „Das Eulemberg Experiment“. Nur wenige haben echte Klasse wie „Geheimakte: Tunguska“. Ob Undercover eher zur Masse gehört oder doch Klasse besitzt, haben wir für euch getestet.


Das Leben eines Physikers ist langweilig. Außer, man heißt Einstein und entdeckt die Relativitätstheorie oder befreit als Gordon Freeman die Erde von den bösen Combine. Oder Ihr heißt John Russel, seid genau wie die anderen beiden Doktor der Physik und sitzt gerade gelangweilt in London herum.

Strahlende Aussichten

Allerdings ist es mit der Langeweile rasch vorbei, als euch der britische Geheimdienst MI6 anspricht. Erst sollt Ihr nur ein paar Akten auf ihre Echtheit prüfen. Doch ehe Ihr Euch verseht, seid Ihr auch schon unterwegs nach Deutschland, um die Nazis an der Fertigstellung einer Uranbombe zu hindern. Dabei führt Euch der abenteuerliche Weg über das großdeutsche Berlin und das beschauliche Örtchen Haigerloch, bis in das zerstörte Stalingrad.

Klicken und klicken

Den Agenten wider Willen schickt Ihr in gewohnter Point-and-Click-Manier durch schicke, vorgerenderte Hintergründe, die farblich die Lage der Zeit widerspiegeln. Besonders gelungen ist dabei das Spiel von Licht und Schatten. Selten gab es in einem klassischen Adventure so schön ausgeleuchtete Umgebungen zu sehen. Auch die Charaktere sind den Entwicklern bestens gelungen. Sie passen sich perfekt in die Hintergrundgrafiken ein. Ihre Animationen sind zwar nicht perfekt, aber gut.

Unterstützung an der Hand

Da Ihr als Physikprofessor selten in den geheimdienstlichen Künsten bewandert seid, werdet Ihr von zwei waschechten Geheimdienstlern begleitet. Zum einen erhaltet Ihr Unterstützung durch den Agenten Peter Graham. Zum anderen durch die hübsche Agentin Anne Taylor. Meistens stehen Eure Begleiter jedoch ziemlich tatenlos in der Szenerie herum. Nur ab und zu greifen die zwei indirekt in das Geschehen ein. Wie zum Beispiel Anne im Minispielchen mit Lampenschaltern.

Bei der Klangkulisse gibt sich Euer Hobbyagent ebenfalls kaum eine Blöße. Die dezente Hintergrundmusik wirkt zu keiner Zeit aufdringlich und die Sprecher sind passend gewählt. Sämtliche Figuren, bis hin zu den Nebencharakteren, sind glaubhaft und gut gezeichnet. So wie Ihr es bei einem Adventure aus dem Hause dtp auch erwarten könnt.

Fazit

Undercover:Operation Wintersonne ist ein grundsolides und über weite Teile spannendes Abenteuer. Die Charaktere sind sympathisch, das Setting für ein Adventure unverbraucht. Die Grafik trägt ihren wesentlichen Teil zur Stimmung bei. Schick, wenn auch wenig nützlich, ist der optionale Sepia-Effekt, der den Bildern das Aussehen alter, vergilbter Fotos verleiht. Der Sound und die Geräusche sind von stets hoher Qualität. Die Rätsel sind überwiegend fair. Selbst wenn sich einige nur durch stupides Ausprobieren lösen lassen. Lediglich die relativ kurze Spielzeit enttäuscht – Profis sehen den Abspann spätestens nach zehn Stunden. Somit zählt Undercover: Operation Wintersonne für mich zu den Highlights des diesjährigen Adventureherbstes.

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Wertung: 7.0
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