Autor:  Matze Fenn 30.11.2013, letztes Update: 10.05.2022
Wertung: 7.6

Terraria im Test

Terraria
Terraria

2011 erschien das 2D-Adventure Terraria erstmals für PC und war für 2012 als Konsolenversion geplant. Mitte 2013 erschien dann endlich auch das Konsolenpendant für PlayStation 3. Mit welchen einzigartigen Eigenarten Terraria hier aufwartet, erzählen wir euch in unserem Test.

Entwickelt in Zusammenarbeit von 505Games und Engine Software erwartet euch eine große erkundbare 2D-Welt, welche vom Spielprinzip etwas an Genrekollegen wie Minecraft erinnert. So grabt ihr euch durch die Landschaft, bekämpft fiese Monster und stellt alle erdenklichen Gegenstände her. Neben zahlreichen fast grenzenlosen Möglichkeiten erwarten euch zudem auch Rollenspiel-Elemente, welche Terraria noch tiefgründiger und umfangreicher machen.

Bis ans Ende der Welt – Graben, Kämpfen, Sammeln, Bauen

In Terraria erwartet euch eine große freibegehbare 2D-Welt, die ihr auseinandernehmen könnt wie ihr wollt. Zunächst bietet es sich an, das Tutorial zu spielen, sofern ihr noch keine Erfahrung gesammelt habt und könnt so zunächst die Grundlagen des Spiels lernen. So verfügt ihr zum Beispiel über eine Reihe verschiedener Werkzeuge oder Waffen, wie Kurzschwert, Spitzhacke oder Axt. Diese könnt ihr einfach mit den Schultertasten nutzen und so Bäume fällen, euch in den Boden graben oder eine Vielzahl unterschiedlicher Gegner bekämpfen. Durch die Erledigung solcher Aktivitäten erhaltet ihr unterschiedlichste Objekte, Accessoires oder Geld. Jene gesammelte Objekte wie zum Beispiel Holz, Steine oder Erze könnt ihr später nutzen und weiter verarbeiten um neue Gegenstände, Werkzeuge sowie Baumaterialen zu erhalten, welche in bestimmte Kategorien unterteilt sind.

Zu Beginn des Spiels erstellt ihr erst mal euren eigenen Charakter, welchen ihr vielseitig und bunt gestalten könnt. Außerdem müsst ihr aus den  Schwierigkeitsgraden Normal, Schwer oder Hardcore wählen. Euren Charakter erstellt, könnt ihr euch eine Welt anlegen und auswählen ob ihr online spielen möchtet, denn bis zu vier Spieler können insgesamt zusammen spielen. Außerdem ist die Kartengröße zu wählen, welche von klein über mittel bis hin zu groß sein und so euren Kreativitätsumfang beeinflussen kann.

Nachdem die Welt geladen wurde, startet ihr stets an einem bestimmten Anfangspunkt und ihr könnt darauf folgend alles machen, worauf ihr Lust habt.  Jedoch wird nicht nur großer Wert auf die erkundbare Welt und die Vielzahl von Aktivitäten gelegt, besonders auch die enthaltenen Rollenspiel-Elemente sollen in den Vordergrund rücken. So steht nicht nur das Bauen oder Erzeugen  neuer Gegenstände im Mittelpunkt, viel mehr ist der Kampf gegen die über 150 verschiedenen Monsterarten sowie der Endgegner von großer Bedeutung und verleihen dem Spiel Herausforderung und Spaß abseits von Erkundung und Bastelei.

Ihr besitzt wie gewohnt eine Lebensanzeige von zu Beginn fünf Herzen, welche ihr im späteren Spielverlauf verbessern könnt und sich zudem selbst regeneriert, aber auch mit hergestellten Heiltränken wieder auffüllen lässt.  Neben dem Schwert könnt ihr außerdem auch Bögen herstellen, wodurch ihr auf aus der Ferne Gegner angreifen könnt. Außerdem verfügt ihr über ein umfangreiches Inventar, in dem sich alle Gegenstände und gesammelten Objekte befinden sowie über ein Ausrüstungsmenü, in dem ihr verschiedene Ausrüstungsgegenstände anlegen könnt, welche eure Abwehr sowie sonstige Werte oder euer Aussehen verändern.

Eure Behausung, zahlreiche Monster & viel Suchtpotenzial

Zu guter Letzt gibt es ein Behausungs-Menü in dem ihr stets sehen könnt, wo die NPCs in euren Behausungen untergekommen sind. Die NPCs helfen euch zudem bzw. geben euch eine Vielzahl von verschiedenen Ratschlägen in verschiedenen Themengebieten. Doch was sind überhaupt Behausungen und warum sind sie so wichtig?

Durch das Sammeln von Holz sowie Stein, welche ihr zu neue Materiale verarbeitet, könnt ihr sogenannte Behausungen  bauen, in denen ihr geschützt seid und die NPCs unterkommen können. Bedeutend ist dieser Schutz, da Terraria einen festen Tag-Nacht-Zyklus besitzt. Während des Tages erwarten euch nur sehr schwache und weniger Monster, in der Nacht hingegen sehr viele gefährliche starke Monster. Daher ist der Bau von Behausungen wichtig, um die Nächte zu überstehen.

Im späteren Verlauf des Spiels erwartet euch wie schon erwähnt eine Vielzahl von Endgegnern, die entweder alleine oder mit euren Freunden bestreiten können und eine wirkliche Herausforderung herausstellen können. Somit besitzt Terraria letztendlich keine Story, jedoch eine sehr interessante und gut durchdachte Spielmechanik, wodurch euch das Gameplay von Terraria auf unbegrenzte Zeit fesseln kann.

Technik, Grafik & Sound

Technisch ist Terraria als Konsolenport recht gut umgesetzt wurden. Leider kommt es ab und an zu kurzen Aussetzern, die jedoch nicht das Spielgeschehen stören. Die Steuerung wurde zudem optimal an den Controller angepasst und funktioniert ohne Probleme und ist zudem sehr Einsteigerfreundlich gestaltet. Alle Bedienelemente werden zusätzlich im Tutorial noch mal erläutert. Optisch erwartet euch eine kunterbunte 2D-Welt mit eigenem Charme. Auch der Soundtrack ist zwar gewöhnungsbedürftig aber passt zum 2D-Retro-look.

Fazit

Terraria ist wirklich ein tolles Spiel für alle Rohstoff-Sammler, Häuslebauer und Retro-Fans da draußen. Auf euch wartet eine fast grenzenlose, offene 2D-Welt mit zahlreichen Möglichkeiten diese zu erkunden. Trefft auf eurer Reise auf eine Vielzahl unterschiedlichster Monster und einzigartiger Endgegner und baut euch alles Erdenkliche aus den verschiedensten Ressourcen.  Auch wenn Terraria Geschmacksache sein mag, können wir es allen Spielern ans Herz legen. Es ist einfach, unkompliziert, unterhaltsam und bietet viel Suchtpotenzial.

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