Autor:  Martin Vaßen Hinzugefügt am 27.03.2011, zuletzt aktualisiert am 07.08.2021
Wertung: 3.0

Redemption Cemetry: Der Fluch des Raben – Test: Wimmelbild-Abenteuer für Windows


Und wieder veröffentlicht die astragon Software GmbH ein neues Wimmelbildspiel: Redemption Cemetery: Der Fluch des Raben von Big Fish Games. Dieses Mal wird der Spieler auf einen verfluchten Friedhof und in übernatürliche Geisterwelten geschickt. Natürlich gilt es wieder massig Wimmelbilder zu lösen und Prüfungen zu bestehen. Ob das Spiel Spaß macht, oder es selber auf den Friedhof gehört, erfahrt Ihr in diesem Review.


Eigentlich wollte der namenlose Protagonist von Redemption Cemetry nur
nachts mit dem Auto noch irgendwohin fahren, doch durch mysteriöse Umstände
verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und durchbricht das Friedhofstor. Es kommt zum Unfall, das Auto wird schwer beschädigt, doch die Spielperson kann sich noch aus dem Wagen retten. Plötzlich fällt das Friedhofstor zu und wir sind gefangen. Die einzige Möglichkeit wieder vom verfluchten Friedhof zu entkommen besteht darin, den verlorenen Seelen der Verstorbenen zu helfen.

Nachdem Ihr auf dem Friedhof die ersten Rätsel gelöst habt, um vorwärts zu kommen, stoßt Ihr auf die Geister. Diese finden im Tod keine Ruhe, weil sie ermordet wurden, oder geliebte Menschen nicht retten konnten. Der Spieler muss jetzt die Erinnerungen der Rastlosen betreten und dort vollbringen, was die Verstorbenen im Leben nicht geschafft haben. Natürlich wimmelt es in den Erinnerungen nur so von Suchbildern und Rätseln. Erstere sind aber wenig anspruchsvoll, weil man in ihnen lediglich eine Reihe gesuchter Gegenstände in einem heillosen Durcheinander ausfindig machen muss.

Die Rätsel sind da schon herausfordernder. Denn im ganzen Spiel findet man allerlei Gegenstände, die manchmal mehr oder weniger sinnvoll kombiniert werden müssen. Beispielsweise muss der Spieler die Einzelteile eines Feuerzeugs finden und es wieder zusammenbauen. Mit dem Feuerzeug kann man nun das Wachs auf einer Metallfigur schmelzen. Diese ist nämlich der Schlüssel zu einer alten Spieluhr, in der sich ein wichtiger Gegenstand verbirgt.

Neben diesen „Hol und Bring“-Rätseln gibt es noch allerlei Knobeleien und Puzzles, in denen der Spieler zum Beispiel farbige Kugeln richtig anordnen muss, oder einen alten Motor in Gang bringen soll. Damit man hierbei nicht den Überblick verliert, gibt es eine Tagebuchfunktion, in der immer dokumentiert ist, was als nächstes gemacht werden muss. Notizen, wie zuvor gesehene Passwörter oder Zahlencodes, werden darin ebenfalls vermerkt.

Sollte man trotzdem mal nicht weiterkommen, kann man die Hinweisfunktion nutzen. Diese hebt besondere Stellen hervor oder verrät euch, ob es an einem bestimmten Ort grade etwas zu tun gibt. In den Suchbildern macht diese Funktion richtig Sinn. Denn oft übersieht man trotz genauem und mehrmaligem Hinsehen einen gesuchten Gegenstand. Leider kommt es hin und wieder vor, dass einige Gegenstände überhaupt nicht zu erkennen sind. Ein gesuchtes Flugzeug zum Beispiel entpuppt sich erst Mithilfe der Hinweisfunktion als ein undefinierbarer, brauner Klumpen, der in einem Kinderwagen liegt. Solche Momente frustrieren natürlich, sind aber leider kein Einzelfall.

Redemption Cemetery: Der Fluch des Raben bietet eine eher bedrückender
Atmosphäre. Immerhin befindet man sich auf einem Friedhof und kann nur mit Geistern sprechen, die allesamt eines unnatürlichen, und schmerzhaften Todes gestorben sind. Und was hat der immer wieder auftauchende Rabe mit den rot leuchtenden Augen mit alldem zu tun?

Bescheidene Präsentation

Die Spielgrafik ist ganz in Ordnung, die Handlungsorte sind allesamt gezeichnet und in 2D dargestellt. Der Fluch des Raben sticht sogar mit einem kurzen animierten Vorspann hervor, allerdings ist der richtig grausig animiert. Da gab es schon vor über 10 Jahren bessere Darstellungen.

Der Sound ist mehr schlecht als recht gelungen. Geräusche wiederholen sich zu oft und die Musik trägt absolut nicht zur Spannungserzeugung bei.

Bei der Steuerung gibt es, wie für Wimmelbildspiele dieses Entwicklers üblich, keine großen Fallstricke.

Fazit

Redemption Cemetery: Der Fluch des Raben ist leider nur ein weiteres Wimmelbildspiel von der Stange. Insgesamt ist es ein Spiel ohne viel Anspruch, mit einigen mehr oder weniger nervigen Fehlern, und einer ziemlich kurzen Spieldauer. Der Fluch des Raben ist allenfalls etwas für Fans und Liebhaber.

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