Autor:  Matze Fenn Hinzugefügt am 11.09.2012, zuletzt aktualisiert am 13.01.2022
Wertung: 8.2

Test: Madden NFL 13

Electronic Arts - Logo
Electronic Arts - Logo

Wieder ist ein Jahr vergangen, als ein Teil der Serie in hiesigen Gefilden erscheint. 2012 kommt Madden NFL 13 mit einer neuen Physik-Engine daher, die für mehr Realismus sorgen soll. Die Reihe von EA gibt es schon seit Ewigkeiten und sie ist bis heute konkurrenzlos. Bei uns in Deutschland ist das Spiel nicht sehr weit verbreitet, genau deshalb haben wir es uns auch zur Aufgabe gemacht, das Spiel auf Herz und Nieren zu prüfen. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Test.


Schöner, aber schwerer Einstieg

Bevor man sich in die harte Football-Action wirft, muss man erst mal das Menü bestaunen. Das muss ganz und gar nicht langweilig sein, das hat EA schon in mehreren Spielen bewiesen. In Madden NFL 13 begrüßt euch das Menü mit einem sehr interessanten Soundtrack und spendiert euch fiktive Twitter-Nachrichten der Stars. Man fühlt sich in einen Computer eingeloggt, um zunächst alle News zu prüfen, bevor man endlich das Spielfeld betritt.

Neulinge werden ziemlich besorgt sein, vor allem wenn man die Football-Regeln nicht kennt. An dieser Stelle schwächelt EA auf ganzer Linie. Es gibt weder eine kleine Hilfestellung, noch ein Tutorial, das auch Anfängern einen guten Einstieg bietet. Wer demnach überhaupt kein Interesse an American Football hat, sollte tatsächlich lieber die Finger davon lassen.

Neue Physik-Engine

Eingefleischten Fans dürfte hingegen auffallen, dass sich dieses Jahr wirklich einiges getan hat, zumindest technisch. In Madden NFL 13 wurde nun auch die Impact Engine eingebaut, welche dem Spiel ein hohes Maß an Realismus liefert.

Die Spieler verhalten sich sehr real – ein schönes Beispiel ist, wenn bei einem Running Back einer vom Team im Weg ist und man ihm auf die Füße tritt, dass der Spieler womöglich stolpern muss. Wenn das gegnerische Team richtig „gerammt“ wird, dann fliegen die Kontrahenten auch dementsprechend auf die Nase. Hier hat man wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet und man fühlt sich wirklich so als würde man echtes Football schauen, nur dass man die Steuerung selbst in der Hand hat.

Zur Atmosphäre zählen natürlich auch die Sprecher, die mit Jim Nantz und Phil Simms eine hervorragende Arbeit leisten. Ab und an passt zwar das Gesprochene nicht zur Situation, dies stört aber nicht wirklich, es führt eigentlich mehr zur Belustigung. Laut Hersteller sollen die beiden über 82 Stunden verschiedenes Material aufgenommen haben, was wir aber bisher noch nicht ganz nachvollziehen konnten.

Es lebe Football

Die Spielmodi sind eigentlich von Serie zu Serie fast identisch, aber trotzdem immer sehr spaßig. Im Karrieremodus könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr Spieler (könnt auch starke Prominenz auswählen) oder Trainer sein wollt. Ihr durchlebt dann eben eine ganz normale American Football Story, wie es auch bei den anderen Sporttiteln von EA Sports bekannt ist.

Vielmehr hat uns der Connected Career Modus gereizt. Hier erstellt ihr einen Spieler und sammelt im Laufe der Zeit eine Menge an Erfahrung (z. B. durch Erfolge, gute Spielleistung usw.). So könnt ihr euren Helden „skillen“ und stärker machen, bis ihr euch anschließend online gegen andere Spieler traut anzutreten. Das ist ungemein motivierend und macht Spaß!

Technik

Mit der integrierten Impact Engine bietet EA wohl dieses Jahr eines der besten Football Spiele, die bisher erschienen sind. Trotz der gigantischen Technik haben sich hier und da kleinere Patzer eingeschlichen. Wenn die Kameraposition ungünstig fährt, kann man besonders in der Wiederholung unschöne Bewegungen der Spieler sehen. So verkrüppeln die sich oftmals wortwörtlich, was aber sehr lustig aussieht. Auch konnte man hier und da matschige Texturen erkennen, die das Bild ein wenig trüben. Die Steuerung ist relativ schwer zu erklären. Gamer, die Madden-Spiele kennen, werden sich sofort wieder zurechtfinden, Anfänger hingegen werden wohl mit den Regeln kämpfen müssen. Sind diese aber verinnerlicht, ist die Grundsteuerung gar nicht so schwer. Wichtig ist dort eben, dass ihr die Begrifflichkeit versteht, so kommt ihr wirklich relativ leicht in die Steuerung rein.

Fazit

Madden NFL 13 ist dank der Konkurrenz nicht nur das beste Football-Spiel, es ist auch das beste innerhalb von EAs Sportspielen. Die neue Impact Engine und der sehr motivierende Connected Career Modus haben uns gepackt. Anfänger, die ein bisschen Interesse haben, sollten mal einen Blick riskieren, sollten aber unbedingt die Regeln kennen, ansonsten habt ihr keine Chance!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Zurück zum Testarchiv
Was sagst Du dazu?
Zugehörige Spiele

Aktuelle Nachrichten

Werbung