Autor:  Matthias Bogdanski Hinzugefügt am 09.09.2006, zuletzt aktualisiert am 20.09.2018
Wertung: 7.0

LocoRoco im Test: Die Welt hat Schlagseite

LocoRoco - Screenshot
LocoRoco - Screenshot

LocoRoco im Test. Das Puzzlespiel steht für ein neues Spielkonzept auf der PSP. Die Welt wird gekippt, nicht der Spieler bewegt. Ob sich dadurch auch das Handheld-Geschäft ins Wanken bringen lässt, klärt unser Test.


Die Rollenverteilung bei den Handhelds war bisher sehr eindeutig. Die PlayStation Portable ist in erster Linie schön anzusehen, genau wie deren Spiele. Grafisch hinkt der Nintendo DS hinterher, bietet aber ungewöhnliche und frische Spielkonzepte mit den zwei Bildschirmen.

Die PSP versucht mit LocoRoco den Königsweg: Ein schickes, außergewöhnliches und unterhaltsames Spiel auf dem schwarzen Edelbrikett zu veröffentlichen. Nach einigen Stunden LocoRoco kann man den Managern nicht genug danken, dass sie das Spiel so selbstbewusst beworben haben. Denn eins schafft das Spiel im wahrsten Wortsinn spielend: Es macht einfach Spaß.

Die Erde in Schieflage

„Das Spiel“ LocoRoco – was ist das eigentlich? Am ehesten ein Adventure. Spielerisch ist es eine Mischung aus Yoshi‘s Island und Sonic The Hedgehog. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass man die Figur gewissermaßen nur passiv steuert. Mit den Schultertasten wird die Welt gekippt. Dadurch rollt der LocoRoco, ein zunächst gelbes rundes Etwas, durch die Gegend. Später darf man noch fünf andere bunte Kollegen auswählen, mit denen die Welt gerettet werden soll. Die LocoRoco unterscheiden sich dabei vor allem in ihrem Singsang, den sie permanent auf den Lippen haben.

Ein Klecks rettet die Welt

Die Story ist schnell erzählt und ist so leichte Kost, dass man sich getrost mit der bunten Umgebung auseinander setzen kann, anstatt über den Werdegang des Helden nachzudenken. Der Planet der LocoRoco wird von kleinen fliegenden Gespenstern, den Moja, heimgesucht. Also rollt man durch die Lande, frisst Blumen, die den LocoRoco wachsen lassen und verscheucht die Eindringlinge. Ah ja. Man merkt sofort, dass Sony die jüngste Zielgruppe angesprochen hat. Aber ein Kinderspiel ist es trotz der kunterbunten Kitschgrafik weiß Gott nicht. Auf Wippen muss balanciert werden, Sprünge wollen gut getimt sein und dabei muss man auch noch die Punkte im Auge behalten, die es zuhauf zu sammeln gibt. Und das alles nur durch Kippen und Erschüttern der Welt.

Fazit

LocoRoco wird mit Sicherheit nicht jedem gefallen. Es ist ein buntes, fröhliches Spielchen. Aber mit einer Steuerung, die einen nicht mehr los lässt. Gar nicht auszudenken, welche Aktionen noch möglich gewesen wären, wenn die Welt komplett drehbar wäre. Aber vielleicht lässt sich Sony da ja auch noch ein Türchen offen. Dem Charme der LocoRoco kann man sich jedenfalls nur schwer entziehen. Mit einem Lächeln auf den Lippen eiert man lieber noch zum x-ten Mal in aller Ruhe durch die Level, auf der Suche nach noch mehr Geheimnissen. Mit LocoRoco beweist sich die PSP selbst, dass es durchaus möglich ist, witzige und neue Konzepte auf Sonys Handheld zu bringen.

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