Autor:  Philipp Baldia Hinzugefügt am 05.01.2012, zuletzt aktualisiert am 11.10.2018
Wertung: 6.0

Island Tribe 2 im Test: Lustiger Urlaubsflair bei munterer Musik

Island Tribe 2, Bild: rondomedia
Island Tribe 2, Bild: rondomedia

Publisher rondomedia veröffentlichte mit Island Tribe 2 einen Gegen-die-Zeit-Strategietitel, der die Spieler nach einem Vulkanausbruch zu geheimen Schätzen und Artefakten führen soll. 30 Level versprechen dabei viel Spaß und Abenteuer. Doch wie spaßig und gefährlich die Reise wirklich ist, erfahrt Ihr in unserer Review zu Island Tribe 2.


Wenn du denkst, es geht nicht mehr… kommt ein geheimnisvoller Fremder daher. Genau so läuft es im Vorspann der Kampagne. Unsere kleinen Insulaner-Helden flüchten von ihrer ehemaligen Heimatinsel aufgrund eines Vulkanausbruchs und treffen nach einiger Zeit auf dem Meer einen geheimnisvollen Fremden, der zu allem Überfluss eine Karte von drei unbekannten Inseln mit sich trägt. Auf der Karte verzeichnet sind viele mystische und wertvolle Schätze und Artefakte, die unsere Siedler natürlich gleich neugierig machen. So segeln beide Parteien zusammen zur ersten Insel und beginnen Fuß auf neues Land zu setzen. Doch nicht nur Schätze und Artefakte muss man finden, sondern auch Totems, die es zu reparieren gilt. Bei Erfolg bringen diese Einsicht und Licht ins Dunkle.

Infrastruktur

Doch viel planen muss man nicht: Fast alle Gebäude befinden sich beim Start des Levels schon irgendwo auf der Insel. Verdeckt durch dichten Nebel, den es durch Erkundung unseres einzigen, mutigen Arbeiters zu lichten gilt. Einmal angekommen produziert das Gebäude im Normalfall dann auch gleich fleißig drauf los. Je nach Art entweder Wasser, Holz, Honig, Getreide, Milch oder andere Rohstoffe, die man je nach Level benötigt, um weitere, anfangs blockierte oder zerstörte Wege frei zu räumen. So ist es keine Seltenheit, dass man einen fiesen Brummbären von der Straße locken muss. Aber offensichtlich gibt es auch basalere Probleme auf dem Inselreich, wie große Schlaglöcher – vermutlich Winterschäden in der Straße, die einfach keiner behoben hat -, die man je nach ausstrahlender Hitze entweder nur zupflastert, oder eben vorher noch löschen muss.

Mehr Holz? Mehr Holz!

Um zu den unterschiedlichen Produktionsgebäuden zu gelangen, benötigt man in jedem Fall passierbare Straßen. Erst dann kommt man an weitere Rohstoffe oder Aufgabenziele heran, um mit diesen zu interagieren. Nicht selten kommt es vor, dass passgenau Holz auf der ersten Strecke der Karte verteilt ist, aber eine zu reparierende Pyramide weitaus mehr benötigt als zu finden war. Wo liegt der Fehler? Es gibt keinen. Man muss nur die Augen offen halten, nach einer Kreuzung zum platzierten Sägewerk oder zum Tauschhändler des Vertrauens, und schon ist das Problem erledigt. Um die Produktivität zu erhöhen, kann man sogar noch Rohstoffe investieren. So verdoppelt man teilweise den Rohstoffauswurf. Einziges Manko: Immer wieder muss ein Arbeiter, dem im besten Falle (bei Lager-Aufrüstung) ein Kollege hilft, die Waren von A abholen, um sie an Ort B zu verbauen oder Ort C zu reparieren. Der Vorbildarbeiter kennt jedoch keine Müdigkeit und flitzt übermotiviert hin und her als wäre es seine erste Tour überhaupt.

Inselflair lockt zum gemütlichen Verweilen

Die ganze Plackerei wird mit heiterer Inselmusik unterlegt und von der bunten Comicgrafik des Spiels perfekt inszeniert. Bei Vollenden einer Mission gibt es ein großes Feuerwerk zum Lob und sämtliche kleinen Untertanen, meist nicht mehr als zwanzig an der Zahl, feiern ihren großen unsichtbaren Lenker. Diese Komponenten erzeugen eine schöne Wohlfühlatmosphäre, und laden mit einer relativ kurzen Missionsdauer von nur einigen Minuten zum Spielen ein. Verschiedene Errungenschaften und Zufallsereignisse sorgen für ein wenig Abwechslung und laden samt gut versteckter Artefakte zum Mehrfach-Spielen mancher Level ein.

Fazit: spitze Lastminute-Urlaub in eine vergessene Welt

In einer Zeit, in der geniale 3D-Grafik dominiert ist dank kleiner, gemütlicher Spiele wie Island Tribe 2 immer noch Raum für verträumte und vor allem einfache 2D-Spiele. So einfach wie die Steuerung, die nur auf der Maus basiert, so eingängig ist auch das Spielprinzip. Und proportional zur Einfachheit ist der Spaß, den man hat. Island Tribe 2 ist meiner Meinung nach eine große Empfehlung an jüngere Spieler, aber genauso gut das Richtige für ältere PC-Nutzer, die zwischendrin ein wenig Abwechslung und Inselflair mitnehmen wollen.

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