Autor:  Hinzugefügt am 08.05.2011, zuletzt aktualisiert am 27.08.2021
Wertung: 7.0

Alien Breed Trilogy – Test: Weltraum-Ballerei und Explosionen am laufenden Band auf der Xbox 360


Im Jahre 1991 veröffentlichte Team17, die vor allem für die Worms-Reihe bekannt sind, den ersten Teil der Alien Breed Reihe auf dem Commodore Amiga. Heute, ziemlich genau 20 Jahre später, wurde uns mit Alien Breed Trilogy für die Xbox360 eine Compilation der drei Teile des Arcade Shooters vorgelegt, die mit gepimpter Optik und verbessertem Gameplay aufwarten. Wir haben exklusiv für euch angetestet, ob die Alienschlacht auch heute noch begeistern kann oder man sich das Remake hätte sparen können!


Stellt euch vor, ihr seid allein in einem weitgehend verlassenen Raumschiff, euer Weg ist gepflastert mit den Überresten der Crew und ihr lebt mit der ständigen Angst im Nacken, dass hinter jeder Ecke eine abartige Monstrosität lauern könnte. So oder so ähnlich muss sich wohl Protagonist und Chefingenieur Conrad fühlen, während er die verwüsteten Gänge des Schiffs durchstreift, nachdem dieses mit einem anderen Raumkreuzer unbekannter Herkunft zusammenstieß und seitdem zur Heimat tödlicher Aliens geworden ist, die denen von H.R. Giger in nichts nachstehen und inoffiziell auch als Inspiration für das Setting des Spiels
herhalten mussten.

Zwei Sticks für einen Charakter

Das Spielprinzip, welches hinter der Story steht gestaltet sich im Allgemeinen äußerst simpel: Alleine oder im Koop-Modus, welcher sowohl on- als auch offline zur Verfügung steht, steuert ihr euren Charakter in der Vogelperspektive durch ein Labyrinth von Gängen, während ihr mit einem vielfältigen Arsenal von Waffen eure außerirdischen Widersacher aus dem Weg räumt. Dabei folgt ihr den  Orientierungspunkten auf eurem Radar und sucht nach Schlüsselkarten oder bestimmten Terminals, die euch versperrte Wege öffnen.

Zum Einsatz kommen dabei beide Controlsticks: Wie bereits gewohnt steuert ihr dabei mit dem linken Stick, während der rechte in erster Linie dazu dient euren Charakter und damit sein Sichtfeld zu drehen und somit zu zielen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit funktioniert dies äußerst komfortabel und ihr werdet schnell in der Lage sein eure Gegner präzise auszuschalten. Ein paar Pluspunkte also für die Steuerung.

Alarm für Cobra 11 lässt grüßen!

Die Stärken in Steuerung und Gameplay wurden für mich nur in einer Disziplin wirklich überschattet: der Optik. Trotz Unreal 3 Engine und zunächst hochwertiger Grafik hab ich mich in erster Linie an den Spezialeffekten gestört. Während ihr euch durch das Schiff bewegt wird alle zwei Sekunden irgendetwas in eurer Umgebung explodieren oder anderweitig in Brand gesetzt, was stellenweise doch sehr stark vom eigentlichen Spielinhalt ablenkt und zudem durch die Beschränkung der Sichtverhältnisse auch noch ziemlich nervt. Schaut man sich im Vergleich dazu die Originale noch einmal an, wird man feststellen, dass diese durch klare Linien in Kombination mit einem schlichten Gameplay gepunktet haben und deswegen nicht umsonst zu den Bestsellern ihrer Zeit gehörten. Für mich ist dies ein klares Indiz dafür, dass zum Teil heutzutage übertriebene Effekte einen höheren Stellenwert genießen als das Gameplay und das ist gerade bei derartigen Kulttiteln schade.

Fazit

Allzu sehr meckern kann man bei dem gebotenen Content von Alien Breed Trilogy für die Xbox 360 allerdings nicht, schließlich bekommt man zu einem fairen Preis gleich drei Spiele geliefert, auch wenn diese zu Beginn einander recht ähnlich zu sein scheinen. Das Game richtet sich wohl in erster Linie an die Veteranen, die über die atmosphärischen Unterschiede hinwegsehen können und alle anderen, die ein wenig Action verpackt in einem interessanten Gameplay suchen.

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