Autor:  Hinzugefügt am 20.09.2007, zuletzt aktualisiert am 24.10.2015

Test: BMW M3 Challenge

BMW M3 Challenge - Screenshot
BMW M3 Challenge - Screenshot

Pünktlich zur diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) hat der Autohersteller BMW nicht nur seine heißesten Schlitten auf die Ausstellerfläche chauffiert, sondern auch die Fan-Gemeinde mit wenig Taschengeld bedient: ein kostenloses Rennspiel mit dem neuen BMW M3 als Protagonist.


Kontra CO2: Fahrt am PC!

Die Reduktion des Kohlenstoffdioxids zum Klimaschutz steht derzeit sehr hoch im Kurs. Wenn ihr mithelfen möchtet, aber nicht auf den Fahrspaß verzichten wollt oder keine Rennlizenz habt, lädt BMW euch auf m3-challenge.com zu einer Spritztour mit dem neuen M3 auf den Nürburgring ein. Hier steigt ihr in den Rennwagen und dürft euer fahrerisches Können auf die Stecke umsetzen.

Realität: Gegeben

Die Entwickler haben sichtlich nicht versucht, einen Arcade-Racer wie Need for Speed zu imitieren. Es steht viel mehr ein echt wirkendes Fahrgefühl im Vordergrund. Außer der Traktionskontrolle sind standardmäßig keine Fahrhilfen aktiviert. Mithilfe der F-Tasten eurer Tastatur können diese jedoch zu jedem Zeitpunkt hinzu geschaltet werden. Dazu zählen dann u. a. die automatische Schaltung, die Anzeige des Kurvenradius und eine Schadensabfrage. Letztere scheint jedoch nicht optisch implementiert zu sein, dafür aber mechanisch. Das bedeutet also, dass viele Unfälle beispielsweise eine zunehmend schwammige Lenkung und eine zickige Schaltung zur Folge haben.

Das Freie Training sollte am Anfang unbedingt ausgiebig genutzt werden, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Ein Gamepad oder, wie es vom Spiel selber empfohlen wird, ein Lenkrad sind sehr zu empfehlen, zumal das Spiel von analogen Steuerungen Gebrauch machen kann. Damit können die Lenkung, Gas, Bremse und Kupplung besser dosiert werden; auf der Tastatur wird das mit der Dauer des Tastendrucks versucht ähnlich umzusetzen – bei längeren Kurven dürfte das jedoch in ein dauerhaftes auf-der-Taste-Gehacke ausarten. Leider weiß das Spiel, obwohl es ein Force-Feedback-Lenkrad vorschlägt, nichts mit einem Force-Feedback-Gamepad anzufangen – Unebenheiten bleiben auf der Straße und werden nicht auf die Hardware übertragen.

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Wer sich selbst noch einmal beim Fahren beobachten möchte, kann die Replay-Funktion nutzen.

Die Optik: Mittelprächtig

Für ein kostenloses Spiel mag die Grafik ausreichen, jedoch gibt es im Rennspielgenre Vertreter, die besser aussehen, dabei aber vor allem weniger Rechenleistung brauchen. Spätestens, wenn das Rennen losgeht, also mehrere Fahrzeuge auf dem Bildschirm zu sehen sind, zwingt die Grafikengine unsere GeForce 7900 GT bei höchsten Grafikeinstellungen und einer Auflösung von 1280×1024 in die Knie; das Spiel ruckelt. Leider ist nicht unbedingt erkennbar, warum das so ist: Die Zuschauer auf der Tribüne sehen aus wie aufgestellte Figuren aus Pappe, Sand und Gras sind deutlich als Textur erkennbar und relativ unscharf. Die (gegnerischen) Wagen hätten mit ein paar mehr Polygonen definiert sein können.

Sind die Details weitestgehend abgeschaltet, ist die Grafik jedoch recht funktionell. Hier dürfen sich Besitzer älterer Grafikkarten freuen: BMW M3-Challenge gibt sich mit irgend einer DirectX-8.1-kompatiblen Grafikkarte mit 64 MB Speicher zufrieden.

Fazit

Dass dieses Spiel ein Werbespiel ist, versucht BMW M3-Challenge gar nicht erst zu verstecken. Auf der gesamten Strecke wirbt BMW – oder seine Werbepartner. An und für sich ist dies eine gute Idee, auch die relativ gelungene Fahrphysik hinterlässt einen guten Eindruck, jedoch mangelt es dem Spiel an Abwechslung und die Grafik könnte ein paar mehr Details bieten. Für Spieler, die etwas Fahrerfahrung haben, dürfte die Challenge im Internet jedoch eine interessante Sache sein.

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