Autor:  Samy Chae Hinzugefügt am 03.10.2011, zuletzt aktualisiert am 03.10.2021
Wertung: 6.5

Supremacy MMA – Test: Mixed-Martial-Arts auf der PlayStation 3


Das neue Beat em Up Supremacy MMA ist in Kooperation von Kung Fu Factory und 505 Games entstanden. So lange ist der Release noch nicht her, und wir wurden mit einem Testexemplar für PlayStation 3 bedacht. Entsprechend haben wir uns daran begeben, ein bisschen auszuteilen und einzustecken. Was wir von dem Prügelspaß halten, erfahrt ihr in unserem Review.


Nichts anderes als „Gemischte Kampfkünste“ bedeutet das Kürzel MMA. Dabei handelt es sich um eine moderne Sportart, eine Version eines Vollkontaktwettkampfes, der in den frühen 1990er Jahren populär wurde. Die Sportler, beziehungsweise Kämpfer, bedienen sich dabei verschiedener Kampftechniken wie Boxen, Kickboxen, Muay Thai oder auch Bodenkampftechniken wie Ringen, Judo oder Brazilian Jiu-Jitsu. Regeln oder Verbote gibt es nur wenige, so sind beispielsweise Unterleibschläge und das Reißen an Körperöffnungen untersagt und ein Kampf endet meist durch einen K.O, oder das Abklopfen des Gegners.

Raufen auf dem Boden

Während des Spielgeschehens von Supremacy MMA wird ganz schnell klar, wie wichtig das Kämpfen und „Raufen“ auf dem Boden ist. Während Tritte und Schläge oft und sehr schnell einfach abgewehrt werden, und ein Konter in Form eines Schulterwurfs darin endet, dass sich wieder auf dem Boden geprügelt wird, verliert man als Spieler schon mal die Geduld, und will einfach nur noch auf die Tasten hauen, bis etwas passiert. Ärgerlich ist, dass Tritte ins Gesicht viel weniger effektiv sind als die Rangelei auf dem Boden, selbst wenn sie cooler aussehen.

Dementsprechend ist es wirklich schade, dass Kämpfe im Multiplayer in einer kaum kontrollierbaren Partie auf dem Boden enden, bei der es nur darum geht, erfolgreich irgendwelche Angriffe zu parieren, anstatt sich einfach auf die „Birne zu kloppen“, wo die Animationen von Schlägen und Tritten doch so wunderbar gelungen sind.

Schweiß, Blut und Heavy Metal

Sowohl die Kulisse, als auch das Ambiente und die Atmosphäre selbst sind bei Supremacy MMA sehr gut gelungen. Verschwitzte, blutende Muskelprotze in einer dunklen Halle, in einem dreckigen Ring, die sich die Köpfe einschlagen, sind die Hauptdarsteller. Dazu wird passende Heavy-Metal-Musik gespielt. Man fühlt das Underground-Flair, das man sich für einen Fight Club vorstellt. Die Grafik und Animationen der Kämpfer sind sehr schön umgesetzt, ebenso die Effekte, wenn ein Angriff auftrifft und beispielsweise Schweiß tropft, oder ähnliches. Das Game wirkt in Sachen Sound und Grafik sehr rund und realitätsnah.

Verschleiß eines Gamepads

Achtung: Buttonmashing-Alarm! Wenn es an Supremacy MMA ein Manko gibt, dann ist es die Bedienung. Zwar gibt es für jeden Charakter eine eigene Befehlsliste, und sogar ein Tutorial, nur leider gibt das wenig Aufschluss über das eigentliche Spielgeschehen. Da man eigentlich den Kampf, wie oben bereits erwähnt, größtenteils auf dem Boden verbringt, gilt es, entweder den Angriff des Gegners zu blocken oder sich aus dem Griff zu befreien, sodass man selbst in der besseren Position im Bodenkampf ist. Allein zum Abwehren werden drei verschiedene Tasten benutzt und sollte man es dann schaffen, den Gegner nach vielen Treffen abzuwehren und zurückzuschlagen, stehen beide Kämpfer meist wieder auf, bis einer der beiden den anderen wieder zu Boden werfen kann und das gleiche Spiel von vorne losgeht. Es wird definitiv einige Zeit benötigt, bis man die Automatismen erlernt, die zum Erfolg essenziell sind!

Fazit

Supremacy MMA stellt ein sehr authentisches und brutales Szenario dar, das Kampfsportbegeisterten Freude bereiten wird. Ich selbst mache Kampfsport seit ich 3 Jahre alt bin, und bin daher sehr an Beat em Ups interessiert. Allerdings fiel mir der Einstieg in diesen Titel sehr schwer, da es sich nicht um das klassische Hau-Drauf-Prinzip handelt und Kombos nicht einfach zu platzieren sind. Supremacy MMA lebt vom Blocken und Kontern von Angriffen, was für den Einsteiger ziemlich schwierig und ermüdend sein kann. Insgesamt kommt jedoch ein gutes Spiel für zwischendurch oder in der Gruppe bei heraus, wenn man sich einfach mal mit den Freunden die Köpfe einhauen möchte! Virtuell, versteht sich.

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