Autor:  Iro Käse Hinzugefügt am 07.10.2013, zuletzt aktualisiert am 23.08.2018
Wertung: 6.0

Stoker ist ein Thriller mit Atmosphäre

Stoker mit Nicole Kidman, Bild:  Fox Searchlight Pictures
Stoker mit Nicole Kidman, Bild: Fox Searchlight Pictures

Stoker im Test. India Stoker (Mia Wasikowska) verliert ihren Vater und gleichzeitig besten Freund Richard (Dermot Mulroney) bei einem Autounfall. Die junge Frau ist darauf nicht vorbereitet, zum Zeitpunkt Ihrer Volljährigkeit. Wie das Szenario einer zurückgezogenen, alten und einsamen Villa für einen Thriller taugt, zeigt Regisseur Park Chan-Wook.


Es ist ein überschaubares Städtchen, in dem Stoker wohnt. Sie pflegt keine Verbindungen zur Außenwelt und geht in der Schule ihren Mitschülern aus dem Weg. Ihre Familie und die Angestellten im Haus sind die einzigen Leute, mit denen sie umgeht.

Wer ist Onkel Charlie?

Als wäre das Unglück ihres Vaters noch nicht schlimm genug, taucht plötzlich auch noch ihr unbekannter Onkel Charlie (Matthew Gode) auf. Von ihm hat sie nie zuvor in ihrem Leben gehört. Er mischt sich schnell in Stokers Leben ein. Außerdem schmeißt er sich an die emotional instabile Mutter Evie (Nicole Kidman) ran.

India hingegen misstraut ihrem Onkel von Beginn an. Sie wird später durch zahlreiche Tode in ihrer Annahme nur bestätigt.

Kamera, Ton & Schnitt

Stoker ist in jedem Fall ein bilderreiches Feuerwerk. Die Schauplätze setzen die Geschichte wunderschön in Szene. Dazu verwendet Regisseur Chan-Wook immer die passenden und zudem abwechslungsreiche Kameraperspektiven. Die unterstützten die Atmosphäre des Thrillers.

Mit der passenden Heimkino-Anlage wirkt auch der Ton passend und unterstützt den Effekt der Ahnungslosigkeit des Zuschauers.

Die Besetzung

Bis auf Nicole Kidman sind die Namen der übrigen Schauspieler eher wenig bekannt. Trotzdem passt die Riege gut zusammen und spielt die Rollen authentisch. Sie schaffen es sehr gut das innerlich zerrissene Bild ihrer Persönlichkeiten zu zeigen, die sich während des Films zudem verändert.

Fazit

Stoker steckt voller Wendungen. Der Thriller schafft eine angenehme Atmosphäre. Bild und Ton sind unterstützen den Plot gut und bringen so dem Zuschauer die Story emotional näher. Die allerdings wird mit zunehmender Spieldauer immer vorhersehbarer und erinnert stark an Alfred Hitchcocks „Im Schatten des Zweifels“.

Dennoch bietet Stoker ein gutes Erlebnis für jeden erwachsenen Thriller-Liebhaber und lädt zu einem spannenden Katz- und Maus-Spiel ein.

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