Autor:  Hinzugefügt am 20.05.2014, zuletzt aktualisiert am 13.07.2018
Wertung: 4.0

Wie viel Dampf macht SteamPower1830 auf Windows RT?

SteamPower1830 - Screenshot
SteamPower1830 - Screenshot

SteamPower1830 für Windows RT im Test. Wir haben das Browsergame auf einem Surface 2 Windows RT Tablet unter die Lupe genommen. Die Wirtschaftssimulation aus dem Hause Hexagon Game Labs ist gratis und wurde im Genre in diesem Jahr sogar für den Deutschen Computerspielpreis nominiert. Grund genug, das Spiel einmal anzugucken.


Browsergames sind heutzutage gemeinhin mehr Freemium als Free-to-play und die Spielweise weist gleichartige Züge auf. SteamPower1830 bildet keine Ausnahme, wenngleich Hexagon Game Labs sich eine Menge Mühe gegeben hat, den Grad der Komplexität so auszubauen, dass man es dem Spiel nicht anmerkt.

SteamPower1830 im Test

Tatsächlich gelingt dies vor allem auf lange Sicht sehr gut. Wer einmal das Tutorial abgeschlossen hat, der kann deutlich freier agieren als Schritt für Schritt der Einführung zu folgen. Wenn man an dieser Stelle etwas kritisieren mag, dann die sehr eingeschränkte Handlungsweise im Tutorial. Der Spieler merkt das erst, wenn er bereits einige Schritte vollzogen hat und dann per Bildschirminfo darauf hingewiesen wird, dass er im Tutorial andere Aufgaben zu erledigen habe.

SteamPower1830 ist gratis im Windows Store erhältlich. Es gibt jedoch die Möglichkeit via In-App-Kauf das Gameplay an manchen Stellen zu erweitern oder beschleunigen. Doch das Spiel versucht nicht, dem Nutzer das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern hält moderate Preise für In-Game-Währung vor.

Aufbaustrategie

SteamPower1830 spielt, wie der Name sagt, im Jahre 1830 und folgende. Im Zentrum des Gameplay liegt der Handel mit Waren und der Personenverkehr. Realisiert wird beides mittels der Dampflok. Möglich ist Bahnhöfe zu bauen und auszubauen und Züge zu kaufen, zu reparieren und ebenfalls zu erweitern. Man kann auf der Karte Städte mit Schienen verbinden und dann auch den Zügen dabei zusehen, wie sie von einem Ort zum anderen unterwegs sind, mit der Ladung, die man angeordnet hat. In diesen Details unterscheidet sich deutlich von vielen Genrevertretern. Denn das klassische Browsergame ist eher statisch. SteamPower1830 zeigt im Test, dass es eher ein Aufbauspiel à la die Siedler sein möchte.

Dazu passt der Bedarf an Gebäuden, die Waren produzieren und verarbeiten oder Rohstoffe abbauen und eine Zeitleiste, die am oberen Bildrand über den Fortschritt informiert. Neben einem stimmigen Soundtrack, der die ganze Zeit im Hintergrund dudelt, sind viele der Aktionen vertont. Beides gibt dem „Browsergame“ mehr Atmosphäre als man sie aus Konkurrenten des Genres kennt.

Unterbrochen wird die Bewegung freilich, wenn manche der Aktionen „länger“ dauern. Verkürzen kann man dies, indem man zur In-Game-Währung greift. Das allerdings ist für geduldigere Spieler nicht zwingend notwendig. SteamPower1830 bietet genügend Möglichkeiten, um im Gameplay für längere Zeit ohne Unterbrechungen auszukommen. Man kann Städte und Gebäude aufrüsten, steigt im Level auf und bekommt mit und mit neue Gebäude und Ausbaustufen. Man kann sogar neue Städte errichten und wird so immer bei Laune gehalten. Zwischen den Städten floriert der Handel und verändern sich die Preise für Waren.

Fazit

SteamPower1830 ist ein erfrischend komplexes Browsergame, das den Spieler lang bei Laune halten kann. Grafisch und manchmal auch im Gameplay bewegt es sich auf einem Niveau von Spielen wie die Siedler. Wer sich für Wirtschaftssimulationen interessiert und im Speziellen für Browsergames, der sollte dem Spiel eine Chance geben.

Da man SteamPower1830 sowohl mit der Maus als auch über die Eingabe am Touchscreen spielen kann, eignet es sich für Computer wie Tablet gleichermaßen.

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