Autor:  Martin Vaßen Hinzugefügt am 18.07.2011, zuletzt aktualisiert am 11.10.2018
Wertung: 6.0

Mystery Agency: Geheimnisse des Orients im Test: Suchbildabenteuer im geheimnisvollen Indien

Mystery Agency: Geheimnisse des Orients, Bild: Cranberry Productions
Mystery Agency: Geheimnisse des Orients, Bild: Cranberry Productions

Mit Geheimnisse des Orients schicken uns dtp und Cranberry Productions in das geheimnisvolle Indien. Das Wimmelbildspiel ist schon vor einiger Zeit in einer Hybrid-Version für den PC und Macintosh erschienen, und soll sich an fortgeschrittene Wimmelbildspieler richten. Wir haben das Ganze mal unter die Lupe genommen. Was dabei rausgekommen ist, erfahrt Ihr in diesem Review.


Aus den Slums einer indischen Stadt verschwinden Menschen auf mysteriöse Weise. Angeblich soll eine Geistererscheinung etwas damit zu tun haben. Ratlos wendet sich Bauchtänzerin Zarina an das Team von Mystery Agency: Ein neuer Fall für uns. Während der Ermittlungen führt unser Weg zu einer geheimnisvollen Wahrsagerin und zu einem bekannten Gangsterboss, der auf der Suche nach einem seltsamen Talisman ist. Wie hängt all das zusammen und was hat es mit dem Talisman auf sich? Die Ermittlungen werden spannend…

Im Spiel schlüpfen wir abwechselnd in die Rollen der Mystery-Agenten Saraja und Scott, und machen uns auf den Weg das Geheimnis um die verschwundenen Menschen zu lösen.  Unsere Reise führt dabei durch verschiedene orientalische Schauplätze. Mal geht es in die Slums der Stadt, mal in ein Schlafgemach und ein anderes Mal in unaufgeräumte Büroräume. Natürlich fehlen zwielichtige Wahrsager-Lokale nicht. Alles ist in einem netten Orient-Stil gehalten, der einen kaum an die modernen indischen Großstädte, sondern vielmehr an Szenen aus Bollywood-Filmen erinnert. Alles ist verschnörkelt und detailverliebt, überall steht goldener Nippes herum. Die Schauplätze gleichen eher einem Basar als den ärmlichen Slums, in denen sich der Spieler eigentlich befindet.

Kopfzerbrechen

Natürlich gibt es eine ganze Menge kniffliger Rätsel und Wimmelbilder zu lösen, denn das macht das Spiel ja gerade aus.  Rätsel und Suchbilder wechseln sich hierbei regelmäßig ab, sodass keine Eintönigkeit auftritt. Auch die Art der Rätsel variiert, zum Beispiel muss man Fehler-Suchbilder, Puzzles und Schalterrätsel lösen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei, vor allem bei den Rätseln, allerdings schon ziemlich knackig. Immerhin wird das Spiel für „Fortgeschrittene“ empfohlen. Wie in fast allen vergleichbaren Spielen, gibt es in Mystery Agency: Geheimnisse des Orients ebenfalls eine Tipp- Funktion, die dem Spieler weiterhelfen kann, wenn er mal auf dem Schlauch steht. Nachdem ein Tipp benutzt wurde, dauert es aber relativ lange bis man erneut darauf zurückgreifen kann. Man ist also gezwungen selber nachzudenken, und hin und wieder genauer hinzuschauen. Sollte es dem Spieler aber immer noch zu einfach fallen, die Rätsel zu lösen, kann er noch einen Schwierigkeitsgrad höher
schalten.

Die Spielgrafik von „Geheimnisse des Orients“ liegt lediglich in Form der gezeichneten Schauplätze vor. Videosequenzen oder bewegte Animationen der Spielfiguren gibt es praktisch nicht. Die Schauplätze sind detailverliebt gestaltet, man hat sofort das Gefühl sich im Orient aus 1001 Nacht zu befinden. Entsprechend könnte man den Stil durchaus als ein wenig kitschig charakterisieren.

Mit dem Sound verhält es sich genauso. Einen richtigen Soundtrack gibt es nicht, Sprachausgabe sucht man vergeblich. Wenn sich Charaktere unterhalten, geschieht das über Sprechblasen mit deutschem Text. Die fehlende Sprachausgabe hätte den Spielfiguren deutlich mehr Tiefe verleihen können als die langweiligen Sprechblasen. Die Hintergrundmusik ist relativ unauffällig. Sie nervt nicht, fällt aber auch
nicht positiv auf.

Genretypisch wird nur mit der Maus agiert, genauer gesagt nur mit der linken Maustaste gespielt. Mehr Tasten werden nicht gebraucht, jede Aktion wird durch einfaches Anklicken, oder per Drag-and-Drop ausgeführt.

Fazit

Mystery Agency: Geheimnisse des Orients ist ein nettes Wimmelbildadventure mit Orient-Flair, mit dem man sich zwischendurch die Zeit vertreiben kann. Der Schwierigkeitsgrad ist ganz klar für  Fortgeschrittene ausgelegt, und für Anfänger wahrscheinlich zu anspruchsvoll. Wer sich mal wieder an ein paar knackige Rätsel geben möchte, sollte ein Auge auf diese Spiel werfen.

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