Autor:  Philipp Baldia Hinzugefügt am 04.04.2011, zuletzt aktualisiert am 12.08.2021
Wertung: 7.8

King’s Bounty: Collection – Test: Armored Princess und Cross Worlds im Paket


Mit der King’s Bounty Collection veröffentlicht dtp entertainment für Katauri Interactive zwei Fantasy-Rollenspiele, die vor allem jüngere Spieler ansprechen. Während das Grundspiel sich mit der Rettung der Welt Endoria beschäftigt, bietet Cross Worlds dem Spieler drei weitere Kampagnen, in denen man verschiedenen Herausforderungen auf dem Weg zum Ruhm trotzen muss. Worum genau es in King’s Bounty: Armored Princess und King’s Bounty: Cross Worlds geht und was Ihr von den Spielen erwarten könnt, erfahrt ihr in unserer Review.


In der King’s Bounty Collection hat der Spieler die Möglichkeit sich zwischen insgesamt vier komplett verschiedenen Kampagnen zu entscheiden: Die erste Kampagne stammt aus dem Basisspiel Armored Princess und befasst sich mit der Rettung der Welt Endoria, die vom Dämon Baal bedroht wird. Die drei anderen Kampagnen thematisieren völlig andere Geschehnisse. So gibt es eine Missionsfolge bei der man sich durch eine Arena kämpfen muss, um seine eigene Freiheit wieder zu erlangen, um die uns ein gieriger Händler zuvor betrogen hat. Doch als Bonus zur Freiheit bietet uns der freundliche, aber machtgierige Händler noch eine Menge Gold und ewiges Leben an, in dem wir uns auch keine Sorgen um Frauen oder ähnliches machen müssten, so der Händler. Alternativ kann man sich statt gegen Baal gegen Orks zur Wehr setzen, die Endoria besetzt haben und nun das ganze Land durchstreifen.

Um all dieses Übel zu bekämpfen, gibt es in King’s Bounty ein ausgeklügeltes Charakterentwicklungssystem, das drei unterschiedliche Talentbäume aufweist; Magier, Krieger, Paladin. Letzteres ist eine Mischung aus den beiden vorher genannten. Und da man als Prinzessin alleine nicht hunderte von Gegnern besiegen kann, darf sich Amelie auch noch eine Armee zusammenkaufen bzw. zusammenstellen ganz nach ihren eigenen Vorstellungen – der Konstellation sind, außer bei der maximalen Einheitenanzahl, keine Grenzen gesetzt: ob Zwerge, Greifen, Untote, Dämonen, Dämonenbeschwörer oder einfach Söldner oder gar Pflanzen. Alles kann für die eigene Armee rekrutiert werden. Sollte die nicht genug sein, bekommt man zu Beginn des Spiels sogar seinen eigenen kleinen Drachen geschenkt, der mit der Zeit und zunehmender Erfahrung zu einem großen Exemplar heranwächst. Wer nun denkt, dass das kleine Schuppentier jedoch bis es ausgewachsen ist keinen Nutzen hat, der irrt; das mobile Feuerzeug kann schon als Baby unzählige Truppen vernichten und steht uns jeden Kampf einmal pro Runde mit seiner Hilfe bei.

Kommt Zeit, kommt Angriff

Getreu diesem Motto entwickelt sich in King’s Bounty der Strategie-Charakter des Spiels. Zum Ausdruck kommt dieser dann in den rundenbasierten Kämpfen. Hierin gilt es nicht hunderte Einheiten nacheinander mit Befehlen zu versorgen, sondern zur Entlastung des Spielers werden gleichartige Einheiten zu einer Spielfigur reduziert, die man dann über das schachbrettartige Schlachtfeld zieht. So bleibt die Übersicht selbst in langen Kämpfen gegen schwere Gegner erhalten. Zusätzlich zum physischen Schaden kann man, egal welcher Klassenkonfession man angehört, auch noch Zauber wirken. Je nach Erfahrungsgrad in der Magie kann man diese entweder einmalig von Schriftrollen wirken, oder sie aus dem Zauberbuch ablesen. In den Kampf gerät man, nachdem man auf der Weltkarte in Gegner reingelaufen ist bzw. diese einen eingeholt haben.

Eine Weltreise, die ist lustig

Wenn man an eine Weltkarte bzw. Karte in einem Spiel denkt, so fällt einem nur eine zweidimensionale Landschaft ein. King’s Bounty erfüllt jedoch die 2D-Landschaft mit unglaublich viel Leben, sodass schnell eine weitere Dimension hinzukommt. Ein Zoom ermöglicht die Ansicht von vielen schönen Details an Charakter, Flora, Fauna und Architektur. Die teils malerische Landschaft wird von passenden harmonischen Klängen unterlegt, die dazu einlädt das Spiel einfach mal zu pausieren und den ruhigen Klängen zu lauschen. Aber auch in unterirdischen Gefängnissen sorgt der Soundtrack des Spiels für eine exzellente Atmosphäre.

Fazit

King’s Bounty zielt auf eher jüngere Spieler ab; die Handlung ist relativ einfach gehalten, wenngleich spannend und in sich stimmig. Es wird auf jegliche Übertreibung und Ambiguität verzichtet und man erhält somit ein schönes, entspannendes Spiel. Auch die immer wieder eintretenden Kämpfe zerreißen die Handlung nicht oder das ruhige Spielen, sondern sorgen aufgrund ihrer Rundenbasis für ruhige Kämpfe, die immer nur zeitweise spannend werden – nämlich, wenn es darum geht, ob eine gegnerische Einheit vernichtet wird, oder ob sie so gerade noch überlebt.

Der Rollenspielcharakter bleibt beim Zusammenstellen der Armee jedoch nicht auf der Strecke, sondern hat seinen Platz im Spiel durch ein Inventarsystem mit unzähligen verschiedenen Gegenständen und Sets, die der Spieler sammeln, verwenden und verkaufen kann.

Somit bildet King’s Bounty eine großartige Mischung für Spieler jeden Alters, aber vor allem für Spieler jüngeren Alters, die Wert auf ein ruhiges, atmosphärisches und gut entworfenes Rollenspiel mit Strategieinhalt legen.

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