Autor:  Matze Fenn Hinzugefügt am 20.03.2012, zuletzt aktualisiert am 25.11.2021
Wertung: 8.0

Kid Icarus: Uprising

Gamescom 2012
Gamescom 2012

Ach du meine Güte waren das noch Zeiten, als ich damals auf dem NES Kid Icarus gezockt habe. Kid ist wohl schon älter als ich, um genau zu sein ist es nun 25 Jahre her. Viele von euch werden ihn dennoch von anderen tollen Nintendo-Ablegern wie Super Smash Bro. kennen, da ihr ihn dort als wählbaren Kämpfer spielen konntet. Nun endlich ist Kid wieder mit einem eigenen Abenteuer zurück und hält auf der kleinen 3D-Wunderkonsole seinen Einzug. Wir waren sehr gespannt, ob das Gameplay dort überzeugen konnte und liefern euch nun den Test dazu.


An Angel

Nicht nur die Kelly Family hatte immer den Wunsch, ein Engel zu sein. Auch viele andere Nintendo-Spieler eiferten diesem Ziel entgegen. Wir haben nicht lange gewartet, das Spiel gleich ausgepackt und eingelegt. Die Story ist relativ leicht zu erklären: Medusa ist gemeinsam mit den bösen Schergen aus der Unterwelt zurückgekehrt und versucht nun natürlich das Land zu bedrohen. Gemeinsam mit Palutena, der Göttin des Lichts und Beschützerin der Menschen und dem Engel Pit versuchen wir das Böse zu besiegen.

Doch zunächst werden wir sanft in das Spielgeschehen eingewiesen. Die nette Göttin des Lichts hat sich dafür Zeit genommen und erklärt uns alles Schritt für Schritt. So fällt auch die Steuerung älteren Modellen wie mir nicht schwer. Sobald wir Meister der Lüfte geworden sind, und die Gegner dort besiegen, und ihnen ausweichen konnten, geht es an Land weiter. Auch hier unterrichtet Palutena uns hervorragend. Ihr werdet staunen wie schnell das erste Kapitel vorüber ist.

Die Steuerung und das Gameplay

In der Verpackung von Kid Icarus schlummert noch ein sehr hilfreiches Zubehör. Mit dessen Hilfe könnt ihr eure 3DS Konsole fast senkrecht aufstellen, damit das Zocken leichter fällt. Mit dem Circle Pad steuert ihr Pit selber und mit dem Touchscreen zielt ihr, und geballert wird auf der Schultertaste. Das funktioniert wirklich unglaublich gut, lediglich die Kameraführung beim schnellen Umdrehen ist etwas unpraktisch. Durch das „Schwingen“ im Touchscreen reagieren die Eingaben nicht immer so, wie man möchte. Allerdings hat man hier nach wenig Eingewöhnungszeit den Trick raus und weiß sich dort auch zu helfen.

Wir haben die Steuerung auch ohne den Hardware-Zusatz ausprobiert, haben aber nicht lange ausgehalten. So ist dieser Ständer auf jeden Fall eine Bereicherung für das Spiel und hervorragend einfach zu installieren. Einfach ausklappen, 3DS drauflegen und schon kann’s losgehen.

In Kid Icarus gibt es sehr viele verschiedene Waffen, die euch zur Auswahl stehen. So schießen manche Waffen nur einfach Kugeln auf eure Gegner, während andere einen mächtigen Donnerblitz abfeuern. Insgesamt könnt ihr aus neun verschiedenen Kategorien die verschiedensten Waffenarten erforschen. Durch jedes Durchspielen habt ihr auch die Chance, eine neue göttliche Waffe zu ergattern. Dabei kann alles vom Bogen bis hin zu Wurfkrallen dabei sein. Der Wiederspielwert ist natürlich sehr hoch, da man ständig auf der Suche nach neuen Waffen ist. Als ob das nicht schon genug wäre, könnt ihr in einer Art „Waffenladen“ euer gefundenes Arsenal kombinieren. So entstehen richtig mächtige Geschosse, die eure Gegner das Fürchten noch lehren.

Während der Missionen solltet ihr deshalb möglichst darauf achten, dass ihr viele Punkte einsammelt. Die Herzen dienen im Spiel als Währung und sind somit maßgeblich für euer Arsenal verantwortlich. Was uns zudem sehr gut gefallen hat ist, dass ihr während der Missionen verschiedene Herausforderungen freischaltet. So müsst ihr zum Beispiel ein gewisses Kapitel in einer bestimmten Zeit schaffen. Oder ihr tötet X Gegner in einem Level. Allein alle Herausforderungen freizuschalten (was sehr motivierend ist), fordert einen zum erneuten Spielen auf, selbst wenn man das Spiel schon einmal durchhat.

Wer nach etwas Herausforderung sucht, kann gerne bei jedem einzelnen Kapitel selbst entscheiden, wie schwer das Level sein soll. Mit Hilfe des Hexenkessels legt ihr anhand einer Schwierigkeitsleiste selbst fest, wie hart die Gegner sein sollen. Besonders für Kid Icarus Veteranen ist dies sehr interessant! Wer trotzdem noch nicht genug von Kid bekommt, kann auch das mitgelieferte AR Karten-Paket nutzen. Darüber könnt ihr den Engel zum Leben erwecken und ihn quasi auf eurem Wohnzimmer-Tisch kämpfen lassen. Ein schönes Gimmick als Zusatz, mehr aber nicht.

Multiplayer

Mein persönliches Highlight ist der Multiplayer Modus. Nach Mario Kart 7 ist Kid Icarus: Uprising das nächste Multiplayer „Bomben“-Spiel. Wir sind wirklich sehr erfreut darüber, dass Nintendo nun bei vielen neuen Spielen und vor allem für sein Handheld für viele Stunden Spaß zusätzlich über einen Multiplayer Modus sorgt.

Dabei gibt es aber leider nur zwei verschiedene Spielmodi: Eine Art Team Death Match und ein jeder gegen jeden. Allerdings funktioniert das nahezu perfekt. Man wählt seinen Modus aus, bestimmt selbst ob man gegen Freunde oder gegen die ganze Welt spielen möchte, und zack ist man im Spiel drinnen. Die Spiele selbst laufen alle flüssig, sodass man sich keine Sorgen über Spaßbremsen machen muss.

Nun gilt es alleine oder im Team die anderen Spieler zu eliminieren. Umso länger ihr euch im Multiplayer-Modus aufhaltet und erfolgreich wart, desto bessere Waffen schaltet ihr natürlich frei. So könnt ihr nicht nur mit ordentlichen Wummen losfeuern, sondern auch Spieler betäuben oder vergiften. Es macht wirklich sehr viel Spaß und bekommt einen Daumen hoch! Lediglich ein paar mehr Modi hätten sicherlich nicht geschadet.

Technik

Kid Icarus: Uprising zeigt sich von einer sehr schnellen und flüssigen Seite. Das Spiel sieht sehr gut aus und weist nahezu keine Mängel auf. Die Monster sehen teilweise sehr witzig aus, die Umgebungen sind sehr abwechslungsreich und detailliert und auch der Sound ist klasse. Wir sind sogar froh, dass das Spiel „nur“ eine englische Synchronisation hat, eine deutsche wäre sicherlich danebengegangen. Ab und an ist die Musik ein wenig seltsam und erinnert eher an ein japanisches Techno-Lied, allerdings ist das wohl nur im Menü so. Der 3D Effekt sieht super aus. Es gibt überhaupt kein doppeltes Bild oder Stellen, die sogar schmerzend für die Augen sind.

Fazit

Endlich ist Kid wieder zurück! Das Spiel ist neben Zelda und Mario das bisher beste 3DS Spiel auf dem Markt. Es bietet eine hervorragende Steuerung, sehr viel freizuschalten und einen genialen Multiplayer-Modus! Man sollte sich diesen Hit auf keinen Fall entgehen lassen.

Wer Kid noch nicht kennt, der sollte spätestens jetzt mal ein Vorstellungsgespräch wagen! Das Spiel demonstriert zudem, wie man die Funktionen von der 3DS Konsole sinnvoll nutzen kann. Vielen Dank Nintendo!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück zum Testarchiv
Was sagst Du dazu?
Zugehörige Spiele

Aktuelle Nachrichten

Werbung