Autor:  Matze Fenn Hinzugefügt am 02.10.2012, zuletzt aktualisiert am 21.01.2022
Wertung: 6.0

Test: Inazuma Eleven Strikers

Nintendo Wii und WiiMote
Nintendo Wii und WiiMote

Wir durften bereits vor ein paar Monaten Inazuma Eleven 2 für den Nintendo DS testen und waren sehr angetan. Besonders der Mix aus Rollenspiel und Sport hat uns wirklich Spaß gemacht. Nun ist seit Kurzem auch Inazuma Eleven Strikers für Nintendos Heimkonsole Wii erhältlich und wir durften vorab prüfen, ob der Titel das Niveau des Handhelds halten kann. In unserem Test erfahrt ihr mehr.


Rollenspiel?

Man kann den Titel eher mit Marios Stadion-Ausflug vergleichen. Die Rollenspiel-Elemente wurden komplett über Bord geschmissen und jetzt präsentiert sich der Titel als reine Sportskanone. Dabei haben die über 150 Charaktere weit über 200 Spezialfähigkeiten, die das Spiel um ein ganzes runder machen.

In den Modi freies Spiel, Turnier, Minispiel und dem zentralen Clubhaus-Modus geht es dabei um Sieg oder Niederlage. Während im freien Spiel und den Turnieren die schnelle und direkte Action im Mittelpunkt steht, dürfen wir auch in diversen Minispielen etwa den Mannschaftsbus ziehen oder Bälle gegen einen Baum schießen. Kernstück des Spiels ist sicherlich das Clubhaus, wo ihr eure Elf trainiert, deren Aufstellung und die taktische Ausrichtung ändert. Auch Transfers könnt ihr dort jederzeit durchführen.

Liebevoll umgesetzt

Das Design des Spiels ist wahrlich eine Augenweide. Man findet viele alte Bekannte aus den DS-Teilen und dem Anime wieder, alles sieht wirklich hervorragend aus. Man könnte eigentlich glauben, dass durch die ganzen Spezialeffekte das Spiel auch sehr flott vonstattengeht. Leider wird aber durch die ständig eingeblendeten Filmchen zu den Spezialattacken der Spielfluss komplett unterbrochen. Jeder zweite Angriff endete im Test in einer der Defensiv-Fähigkeiten der Gegner. Hinzu kommt, dass die Laufanimationen der Kicker außerhalb der vorgerenderten Sequenzen holprig und unrund wirken. Die Grafik leidet zudem am Wii-typischen Kantenflimmern.

Viel wichtiger ist die Steuerung. Diese ist meist recht ungenau und stört das Match zusätzlich. In diesem Punkt verschenkt Inazuma Eleven bedauerlicherweise sehr viel Potenzial. Die Spielerwechsel laufen nur sehr träge ab und in Sachen Präzision und Schuss hätte man einfach mehr feilen müssen.

Die Sounds hingegen präsentieren sich wie erwartet erstklassig, insbesondere die deutsche Synchronisation konnte durchwegs überzeugen!

Dennoch sind wir stark gespalten. Während die DS Version uns richtig umgehauen hat, nicht zuletzt, weil man einfach so viele spielerische Möglichkeiten hatte, wird die Wii Version dem Namen nicht gerecht. Der Charme ist zwar wieder da, aber spielerisch landet das Spiel nur im Mittelmaß. Wenn man nämlich wieder „Mario Strikers“ einlegt, merkt man erst mal, wie flott Fußball sein kann. Da helfen auch die vielen verschiedenen Spezialfähigkeiten relativ wenig.

Fazit

Ja, der Review ist etwas kurz ausgefallen. Allerdings gibt es unseres Erachtens nicht sonderlich viel zu erzählen. Das Spiel trumpft zwar mit sehr vielen verschiedenen Charakteren und Spezialfähigkeiten auf, das nützt aber relativ wenig, wenn der Spielfluss ständig unterbrochen wird. Inazuma Eleven zeichnete sich gerade auch durch die perfekten Rollenspiel-Elemente aus, was bei der Wii-Version gänzlich rausgenommen wurde. So bleibt unterm Strich ein netter Fußballkracher, aber auch nicht mehr! Schade eigentlich, es wurde einfach zu viel Potenzial verschenkt!

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