Autor:  Hinzugefügt am 25.05.2011, zuletzt aktualisiert am 30.08.2021
Wertung: 7.8

Final Fantasy IV: The Complete Collection – Test: Drei epische Geschichten zum Preis von einer auf der PSP


Es ist vermutlich eines der Spiele mit den meisten Remakes und Portierungen: Final Fantasy 4. Pünktlich zum zehnten Geburtstag des vierten Teils der Fantasy-Saga spendiert Square Enix den Fans diesen nun erstmals im Paket mit seinem noch recht frischen Nachfolger und einer neuen, exklusiven Erzählung auf einer UMD. Wir haben uns das neueste Remake für die PlayStation Portable einmal genauer angesehen und sagen euch, ob die Frischzellenkur erfreuliche Ergebnisse gebracht hat!


Gut und Böse, Licht und Schatten. Gegensätze, die bereits zentrales Element vieler Rollenspiele wurden und auch den Mittelpunkt der Handlung von Final Fantasy IV darstellen: Ihr übernehmt die Rolle des jungen Dunkelritters Cecil, der auf Geheiß des Königs aus dem Reich Baron in die anderen Reiche des Planeten einfällt. Dort will er sich mit Gewalt die Staatsschätze aneignen: Kristalle mit unglaublicher Macht. Nach einer Reihe von Ereignissen, in denen Cecil an seinen Taten zweifelt, beginnt schließlich das eigentliche Abenteuer, in dem er seine dunkle Rüstung ablegt um als Paladin das begangene Unrecht wett zu machen und nebenbei die Welt vor einer noch viel größeren Bedrohung zu bewahren, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.

Nostalgie pur!

Angesichts der Tatsache, dass Gameplay und Story aus dem Jahre 1991 stammen, dürfte es nicht überraschen, dass wir hier ein schnörkelloses RPG serviert bekommen, dessen Kampfsystem seinerzeit revolutionär war, heutzutage jedoch schon fast veraltet ist: In rundenbasierten Schlachten wählt ihr die Aktionen eurer Charaktere, deren Aktionen durch eine Zeitleiste
beschränkt werden.

Dies hatte zumindest damals zur Folge, dass die Kämpfe oftmals recht monoton und vor allem lang waren. Das dachte offenbar auch Square Enix bei der Neugestaltung des Spiels und gab uns einen Auto-Modus, in dem wir per Druck auf die Select-Taste den Kampf beschleunigen können und die Charaktere automatisch zu den Waffen greifen, wenn sie an der Reihe sind. Gerade die in diesem Teil äußerst zahlreichen Zufallskämpfe laufen dadurch wesentlich flüssiger und weniger störend ab.

Nicht nur am Gameplay, sondern auch an der Optik wurde gearbeitet: Während bereits vor einiger Zeit ein komplettes 3D-Remake des Spiels für den Nintendo DS erschien, hat Square Enix hier auf Bewährtes gesetzt und die alten 2D-Grafiken durch eine der heutigen Zeit angemesseneren ersetzt. Der schmale Grat von dem, was man machen kann und darf ohne den Zauber des Originals zu verlieren, hat SE dabei mit Bravour gemeistert und bietet uns eine Optik, die den Charme des Originals beibehält und nur stellenweise durch kleinere 3D-Sequenzen unterstützt wird. Da vor allem die älteren Final-Fantasy-Teile für ihre grandiosen Soundtracks aus der Feder von Nobuo Uematsu bekannt sind, hat man sich hier dafür entschieden dem Spieler die Wahl zu lassen, ob er lieber den original SNES-Sound oder die für das DS-Remake produzierten Arrangements hören will. Meiner Meinung nach eine äußerst diplomatische Lösung!

Alles neu, alles besser?

Als wäre ein gelungenes Remake nicht bereits genug, so enthält die Compilation noch zwei Sequels: Zunächst wäre da Final Fantasy IV: The After Years, welches bereits 2008 als Downloadtitel für japanische Handys und die Wii erschien. The After Years schildert die Ereignisse 17 Jahre nach dem Hauptspiel und zeigt was aus den Charakteren geworden ist. Zentrale Figur des Geschehens ist dabei Ceodore, der Sohn von Protagonist Cecil, welcher entschlossen ist aus eigener Kraft in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und dabei einige schwere Prüfungen bestehen muss. Zudem ist mit Final Fantasy IV: The Interlude ein vollkommen neues Szenario enthalten, welches als eigenständiges Spiel gesehen werden kann und die die Brücke zwischen Final Fantasy IV und The After Years schlägt.

Fazit

Als jahrelanger Final-Fantasy-Fan musste ich nicht lange überlegen, ob ich mir dieses Juwel zulegen soll, vor allem auf Grund des hohen Nostalgie-Faktors. Wegen des simplen Gameplays ist dieses Spiel vielleicht auch für Genre-Neulinge interessant, die bisher keinen Zugang zu RPGs gefunden haben. In Europa erhalten wir das Spiel zum Launch zudem in einem schicken Box-Set, welches neben dem Spiel auch noch Kunstdrucke, ein Putztuch für die PSP, sowie einen Code für exklusiven DLC für Dissidia 012 enthält. Kauftipp!

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