Kommentar: 20. November 2006,

Emsdetten: Amoklauf Dank Verlierer salonfähig?

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So traurig die Tatsache an und für sich ist, so viel Aufklärungsarbeit im föderalen Gesellschaftsleben von Deutschland bietet sie. Die Rede ist vom „Verlierertyp“ aus Emsdetten. An diesem Montagvormittag hat er an der Geschwister-Scholl-Realschule die virtuelle Welt aus Counter-Strike in die Realität projiziert.

Für gewöhnlich ist der Projektionsweg umgekehrt. Die Entwickler von Computerspielen projizieren Elemente der wirklichen Welt in eine künstlich erschaffene. Diese Zeiten scheinen mehr und mehr der Vergangenheit anzugehören.

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„Das einzigste (!sic), was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe, war, dass ich ein Verlierer bin“.
Amokläufer aus Emsdetten

Dies notierte der 18-Jährige in einem Abschiedsbrief, den er im Internet veröffentlichte. Die Polizei, so entnimmt man Medienberichten, geht von der Authentizität des Briefes aus. Authentisch ist dieser Fall, und aufklärerisch ebenso.

Weniger deshalb, dass Deutschland nun „noch“ einen Grund mehr hat, nicht mehr mit dem Finger über den Atlantik zu zeigen. Emsdetten in Nordrhein-Westfalen, ein Städtchen von knapp 35.000 Einwohnern tritt öffentlich den Gegenbeweis an, dass Phänomene wie dieses auch hierzulande salonfähig werden.

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